Konzert

Musikgruppe basta verriet in Rees ihr „größtes“ Geheimnis

Die A-Capella-Gruppe basta gab ein Konzert im Reeser Bürgerhaus.

Die A-Capella-Gruppe basta gab ein Konzert im Reeser Bürgerhaus.

Foto: Jens Uwe Wachterstorm / Funke Foto Services GmbH

Rees.  Die A-Cappella-Gruppe basta ist im Reeser Bürgerhaus aufgetreten. Die Besucher bekamen humorvolle Lieder und ein großes Geheimnis zu hören.

Am Donnerstagabend boten die Stadt Rees und das Kulturbüro Niederrhein den rund 300 Gästen im Reeser Bürgerhaus ein außergewöhnliches Konzert an. Die Kölner A-Cappella-Gruppe basta spielte, ohne jegliche Instrumente und musikalischer Unterstützung, ihr fast zweistündiges Programm „In Farbe“.

Mit einigen Stücken aus dem aktuellen Album „In Farbe“ begann die Kölner Gruppe ihr Bühnenprogramm: „New York - Rio - Gütersloh“, „Zu spät“, „Ich komme nicht mehr mit“, „Das Leben ist kein Wandtattoo“, „Auto oder ganz besonders“, der Song „Schlager“: Da durch die Corona-Pandemie „homoerotische Tendenzen, sämtliche Wurf- und Hebefiguren sowie das Afterglow“ ausfallen mussten, gab die Band als Entschädigung ihr größtes Geheimnis preis. Auch wenn das „entsetzlich, peinlich, grauenhaft und beschämend“ ist, der Tenor Werner Adelmann liebt deutsche Schlager.

Neun Alben bereits veröffentlicht

Aber auch einige Stücke aus den früheren Alben wie „Laktosetolerant“, wo heutige Ernährungsprobleme auf die Schippe genommen werden, der Büro-Shanty „Cut, copy & paste “ oder „Jochens“ – ein Liebeslied über Männer, wurden in das Programm aufgenommen. Im Rahmen des Titels „Der Mann, der keine Beatbox konnte“ erklärten die Musiker, wie man nur mit der Stimme, mit Unterstützung von Mikrofon und Verstärker, ein komplettes Schlagzeug nachmachen kann.

Die Mitglieder der Kölner A-Cappella-Gruppe sind Werner Adelmann, René Overmann, Mirko Schelske, Arndt Schmöle und William Wahl. Die Band entwickelte sich aus einer Schülergruppe von Overmann und Wahl und hatte direkt beim Kölner Weltjugendtag vor 120.000 Zuschauern ihren ersten Auftritt. Danach folgten zahlreiche Konzerte und Auftritte in verschiedensten TV-Programmen bis hin zur ersten eigenen TV-Show beim WDR. Basta hat bereits neun Alben auf dem Markt gebracht.

Einfühlsame Balladen und humorvolle Geschichten

Die fünf Musiker boten in Rees von einfühlsamen Balladen über humorvolle Geschichten bis hin zu satirischen Inhalten, einen bunten und kurzweiligen Mix. Dabei geschah das alles a cappella, also ohne jegliche Instrumente, nur mit ihren klaren und ausdrucksstarken Stimmen. Das Arrangement auf der Bühne war dabei gut einstudiert, aber zurückhaltend. Man konnte sich gut auf die eingängige Musik und die größtenteils umwerfend komischen Texte konzentrieren.

Bei den humorvollen Moderationen wechselten sich die fünf Bandmitglieder ab. Selbst als der Vorwurf kam, dass in Rees aufgrund einer dauerhaften 24-stündigen Sperrstunde nicht viel los sei, nahmen die Reeser das nicht übel, sondern quittierten die lustigen Einlagen mit viel Applaus.

Kölner singen auch Coversongs

Die Musik und Texte der meisten Lieder stammen aus der Feder von Bandmitglied William Wahl. Die fünf Kölner singen aber auch gerne Coversongs, mit neu erstellten Texten. So wurde aus dem Song „Chiquitita“, der gemeinsamen Lieblingsband ABBA, der Titel „Schicke Kita“.

Der krönende Abschluss des Abends war eine musikalische Persiflage auf Marianne Rosenberg, deren Hit „Er gehört zu mir“ von den fünf Musikern im Stil von Herbert Grönemeyer interpretiert wurde.

>>>Kulturbüro Niederrhein verkündet neue Termine

Basta waren, nach 2006 und 2017, bereits das dritte Mal in Rees. Ursprünglich war das Konzert bereits für Mai geplant, musste aber aufgrund von Corona verschoben werden.

Bruno Schmitz vom Kulturbüro Niederrhein warb für die nächsten Veranstaltungen in Rees: Herbert Knebel am 16. Dezember, Sebastian Pufpaff am 23. Januar sowie Klaus Lage & Bo Heart am 12. März.

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