Streckensperrung

Nach einem Kupplungsriss verlor ein Güterzug Waggons

In Höhe von Praest ist an einem Güterzug am Dienstagabend die Kupplung gerissen. Eine Gefahr bestand nicht.

In Höhe von Praest ist an einem Güterzug am Dienstagabend die Kupplung gerissen. Eine Gefahr bestand nicht.

Foto: dpa

Praest.   Die Bahnstrecke musste am Dienstag gesperrt werden, weil in Höhe von Praest bei einem Güterzug eine Kupplung gerissen war. Was der Lokführer tat.

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Am Dienstagabend kam es zu einem Zwischenfall mit einem Güterzug in Höhe von Praest. Wie die Deutsche Bahn am Donnerstag bestätigte, ist an einem Güterzug eine Kupplung gerissen. In der Folge wurde die Strecke für alle Züge zwischen 21.23 Uhr und 23.37 Uhr gesperrt. Auch der RE19 von Abellio, der um 21.44 Uhr hätte ankommen sollen, hing wartend auf der Strecke fest.

Kupplung riss und damit Druckluftleitung

Bahnsprecher Thorsten Nehring erklärt, was passiert ist: Mit dem Riss der Kupplung war auch die Druckluftleitung gerissen. „Deshalb schlägt sofort die Bremse an und beide Teile des getrennten Zuges halten.“ Der Lokführer dürfte die Vollbremsung bei 80 km/h schnell bemerkt haben.

Am Druckmanometer konnte er auch ablesen, dass Druck auf den Bremsen verloren gegangen war. „Er meldete sich im Stellwerk, die die Strecke dann für alle Züge gesperrt hat“, so Nehring. Der Lokführer füllte die Druckluft wieder auf, setzte mit der Lok zurück.

Der Lokführer hing eine zweite Kupplung an

„An allen Güterzügen sind immer zwei Kupplungen“, schildert der Bahnsprecher. Die ungenutzte Kupplung konnte der Lokführer einhängen und somit beide Zugteile wieder verbinden. „Er führte eine Bremsprobe durch und meldete sich im Stellwerk“, so Nehring weiter. Dass dies alles – gerade bei Dunkelheit – nicht in zehn Minuten zu bewerkstelligen ist, sei verständlich. Eine Gefahr für Personen habe zu keinem Zeitpunkt bestanden.

Die Ursache für den Kupplungsriss ist unklar

Die Ursache für den Kupplungsriss sei unklar. Dies werde nun im Werk geprüft, so Nehring.

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