Karneval in Millingen

Närrische Kreuzfahrt auf der Aida begeisterte das Publikum

An Bord der närrischen Kreuzfahrt bei der kfd Millingen ging es beschwingt zu.

An Bord der närrischen Kreuzfahrt bei der kfd Millingen ging es beschwingt zu.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Millingen.   Frauenkarneval der kfd Millingen begeisterte das Publikum. Die Stimmung an Bord hatte durchaus Orkanstärke. Donnernder Applaus für die Akteure.

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„Ahoi, ihr Landratten, wir begeben uns auf eine närrische Kreuzfahrt. Das Traumschiff Aida legt ab!“, rief Obermatrose Margot Essink, Vorsitzende der kfd Millingen, den närrischen Kreuzfahrerinnen zu. Das ausgebuchte Narrenschiff begab sich am Mittwoch auf eine vergnügliche Reise. An Bord nett kostümierte Passagiere, die sich auf ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm freuen konnten.

Die Stimmung auf der Aida erreichte zeitweise Orkanstärke

Die angekündigte Sturmwarnung des Wetterdienstes NRW hatte seine Berechtigung. Die Stimmung auf der Aida erreichte zeitweise Orkanstärke.

Die Kreuzfahrtdirektorin Barbara Dyck führte souverän die Regie im bunt geschmückten Theatersaal. Mehr als dreieinhalb Stunden zündeten die Akteurinnen der kfd ein Feuerwerk von diskreten und indiskreten Sketchen und brillanten tänzerischen Darbietungen.

Auf ein heißes Wochenende freuten sich die Keglerinnen Monika Hesseling, Veronika Termaat, Christa Haves, Helga Bünck, Jutta Jansen und Martina Küster, während Rosita Diebels die Gunst der Stunde nutzte, einen heimlichen Abstecher nach Paris zu unternehmen. Der spontane Tausch eines Butterfasses gegen „blaue Pillen“, sowie der naive Banküberfall mit völlig ungeeigneten Bankräubern, die nicht einmal die Rechtschreibung beherrschen, steigerte die Stimmung an Bord und mit ersten Signalraketen honorierten die Närrinnen die Pointen.

Fitnessgruppe stimmte herzzerreißendes Klagelied an

Verzweifelt beklagte sich die Fitnessgruppe Christel Grönke, Jutta Jansen, Rosita Diebels, Gudrun Wiethoff, Gundula Giesen und Margot Essing über ein hässliches Übel: Cellulite! Mit dem herzzerreißenden Klagelied trafen sie wohl auf ein Thema der Frauen aus dem wirklichen Leben: „Warum ist Gott so gemein, er erschuf uns mit Dellen an Popo und Bein. Wir hätten ihm das nicht zugetraut. Schließlich ist Gott doch auch ein Mann. Wir verstehen nicht, wie er so herzlos sein kann. Ein Blick in den Spiel tut weh – Celluliteee. Wo früher noch Rundungen waren für Erkundungen, alles Celluliteeee.“ Mit einem donnernden Applaus trösteten die verständnisvollen Frauen die Fitnessgruppe.

Mit ihrem spritzigen Vortrag strapazierte wieder das Duo No Mercy Rosita Diebels und Gudrun Wiethoff die Lachmuskeln des Publikums, besonders ihre nachdenklichen Überlegungen, vor dem Altersheim zu fliehen und auf einem Schiff einzuchecken. Ihre fantasievolle, musikalisch begleitete Hommage auf das ungetrübte Leben einer Kreuzfahrt, schien endlos zu sein.

Piratinnen tauchten in fantasievollen Kostümen auf

Eine Kreuzfahrt ohne ein außergewöhnliches Highlight ist undenkbar. Also versuchte die Tanzgruppe der kfd als Piratinnen, in fantasievollen Kostümen, die Aida kurz vor Beendigung der gelungenen Kreuzfahrt zu entern. Ihre effektvollen, furiosen Tanzeinlagen, die von grellen Licht- und donnernden Musikeffekten unterstützt wurden, zählten zu den Höhepunkten des Nachmittages. Verständlich, dass das Publikum eine Zugabe einforderte.

Das musikalische Kapitänsdinner, gewürzt mit sehnsuchtsvollen Seemannsliedern, beendete die stimmungsvolle, närrische Kreuzfahrt.

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