Evangelische Kirche

Neue Pfarrerin der Gemeinden Rees und Haldern eingeführt

Sabina Berner-Pip wurde als Pfarrerin für die evangelischen Kirchenemeinden Rees und Haldern eingeführt.

Foto: Thorsten Lindekamp

Sabina Berner-Pip wurde als Pfarrerin für die evangelischen Kirchenemeinden Rees und Haldern eingeführt. Foto: Thorsten Lindekamp

Rees.   Sabina Berner-Pip ist als neue Pfarrerin der Ev. Kirchengemeinden Rees und Haldern eingeführt worden. Wer sie als Goldstück bezeichnete.

Die Evangelische Kirche in Rees war so voll, dass die Besucher an den Rändern stehen mussten, um die Einführung der neuen Pfarrerin Sabina Berner-Pip persönlich mit zu feiern.

Vor der Einführung der 52-jährigen gebürtigen Alpenerin wies Superintendent Thomas Brödenfeld auf die „besondere Situation anders als bei anderen Einführungen“ mit der pfarramtlichen Verbindung von Rees und Haldern hin.

„Beide Gemeinden sind weiter eigenständig. Sie sind nicht fusioniert. Damit kann aber nur eine Gemeinde Einstellungsträgerin der neuen Pfarrerin sein“, machte er klar, dass das für die Beteiligten „eine große Herausforderung“ mit sich bringe. „Gehen Sie achtsam mit ihr um, es ist auch für Sie eine besondere Herausforderung“, mahnte er . Das brauche seine Zeit.

Früher in Saarlouis und Krefeld täti

Brödenfeld lobte die Kollegin als „erfahrene und gestandene, mutige und tatkräftige Pfarrerin“, die auch „Ungewöhnliches anpackt“. Sie sei eine „geerdete junge Frau mit fröhlichem, ansteckendem Lachen, großer emphatischer Weite“ und theologischem Fundament.

Sabina Berner-Pip war nach ihrer Ausbildung 18 Jahre in Saarlouis tätig, dann fünf Jahre in Krefeld. Jetzt komme sie „zurück nach Hause auch aus vielfältigem familiären Wünschen in den Kirchenkreis Wesel“.

„Wie schön, dass Sie sich alle aufgemacht haben“, dankte die neue Pfarrerin allen Anwesenden aus Rees, Haldern, den Nachbargemeinden Wesel und Isselburg sowie den alten Pfarreien Krefeld und Saarlouis.

Eine andere Aufteilung muss her

Sie stellte den Psalm 31 „Du stellst meine Füße auf weiten Raum“, das Kalenderbild mit zwei strahlenden Turnschuhen vor roter Ziegelmauer und der Aufschrift „Neuanfang“ in weißer Farbe und das gleichnamige Clueso-Lied in den Mittelpunkt ihrer Predigt.

„Das wird ungewohnt, mit Sicherheit anders sein. Eine andere Aufteilung muss her, die Arbeitszeit wird uns beschäftigen“, machte sie den „Neuanfang“ in den Gemeinden deutlich. Es sei nicht nur schön neue Wege zu finden. Altes solle bleiben, nicht alles sei zu ändern, zitierte sie Cluesos Satz: „Ich kann ja den Wind nicht ändern, nur das Segel drehen.“

Man müsse auch „von liebgewonnenen Gewohnheiten Abschied nehmen. Leben ist Wandern, unterwegs sein.“ Sie selbst wandere gerne mit ihrem Mann. „Das ist Lebenselixier.“ Man werde „erleben, Gemeinde zu bauen – nicht für uns, sondern für unsere Kinder und Enkelkinder“, erinnerte sie an das Kinderbild des Laufen lernens „peu à peu“. Es gelte, die christliche evangelische Kirche und Gemeinschaft „zu gestalten, aussagekräftig und interessant, dafür lohnen die Mühen.“ Gott gehe dabei mit, das sei das Versprechen.

Viele Geschenke, gute Wünsche

Beim anschließenden Empfang im benachbarten Pfarrhaus erhielt die neue Pfarrerin viele Geschenke, gute Wünsche und viel Zuspruch auch aus ihren alten Pfarrstellen.

„Hundertprozentig verlässlich, fröhlich und man kann mit ihr super Schuhe shoppen gehen“, charakterisierte sie die Saarlouiser Kindergartenleiterin Diemuth Hoch. Und die Pädagogin der Kirchengemeinde Krefeld-Süd, Norma Wierczimok, meinte schlicht: „Sie haben jetzt ein Goldstück hier. Bewahren Sie es auf.“

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