Landgericht

Neue Überraschung im Eltener Casa-Rossa-Prozess in Kleve

Die Betreiber des Bordells „Casa Rossa“ in Elten müssen sich vor dem Landgericht Kleve verantworten.

Foto: Thorsten Lindekamp

Die Betreiber des Bordells „Casa Rossa“ in Elten müssen sich vor dem Landgericht Kleve verantworten. Foto: Thorsten Lindekamp

Elten.   Mehrere Zeuginnen erschienen nicht. Wie der Verteidiger der angeklagten Mutter seinen Antrag begründet, das Verfahren auszusetzen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Überraschung im Casa-Rossa-Prozess: Die Verteidigung der angeklagten Mutter forderte, das Verfahren auszusetzen. Anwalt Philipp Hammes begründete, dass in dem Bordell in Elten die Geschäfte so geführt wurden, dass das Finanzamt über Jahre keinen Anstoß daran genommen hätte.

Die Prostituierten hätten ordnungsgemäß bei der Stadt Emmerich ein Gewerbe angemeldet, über ein eigenes Zimmer verfügt und seien bei der Auswahl der Kunden frei gewesen. Die Preise bei „Standardleistungen“ seien nur vorgegeben worden, „um einen Preiskampf zu vermeiden“.

Vier Zeuginnen geladen, keine ist erschienen

Staatsanwalt Hendrik Timmer forderte mit Nachdruck, den Antrag zurückzuweisen: „Das ist ein Trick der Verteidigung, so etwas lernt man in Verteidigerlehrgängen.“

Richter Christian Henckel wunderte sich über die „unnötige Schärfe“ in einem bisher relativ harmonischen Verfahren. Die Entscheidung der Kammer erfolgt später.

Vier Zeuginnen waren geladen – keine erschien. Bei einer gab es Unklarheiten wegen der Postanschrift, eine verwies auf ein parallel verlaufendes Verfahren wegen Falschaussage, eine richtete aus, unter starker Migräne zu leiden – und wieder eine andere ließ gar nichts von sich hören. Das Verfahren wird am 10. Oktober fortgesetzt.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik