Plakat-Schenkung

PAN Museum in Emmerich erhält 700 Plakate geschenkt

Irene Möllenbeck (li.), Vorsitzende des PAN-Kuratoriums, freut sich über die Schenkung von 700 Plakaten durch Renate Steinmetz, General-Erbin des Sammlers Rudolf Lepke. Mit dabei: Praktikant Henri Morschek.

Irene Möllenbeck (li.), Vorsitzende des PAN-Kuratoriums, freut sich über die Schenkung von 700 Plakaten durch Renate Steinmetz, General-Erbin des Sammlers Rudolf Lepke. Mit dabei: Praktikant Henri Morschek.

Foto: Konrad Flintrop / FUNKE Foto Services

Emmerich.  Das PANkunstforum in Emmerich hat seine wohl bisher größte Plakat-Schenkung erhalten: 700 Plakate vom verstorbenen Sammler Rudolf Lepke aus Hagen

Die Freude ist groß. Das PANkunstforum hat eine Schenkung von rund 700 hochwertigen Plakaten erhalten. Renate Steinmetz, Lebensgefährtin und General-Erbin des 2015 verstorbenen Sammlers Rudolf Lepke, hatte sich trotz Gesprächen mit Museen in Essen und Hamburg für Emmerich entschieden. „Weil man alle 700 Plakate haben wollte. Und alle hier ganz freundlich waren“, sagte die jetzt eigens aus Hagen angereiste ältere Dame.

Lepke, der in Hagen lebte, Mitglied der dortigen Aktions-Gruppe „Bleisatz“ war, hatte schon mit 14 Jahren angefangen, Plakate zu sammeln. Der Kaufmann, Sammler und Literat, „der auch Geschichten und Gedichte geschrieben hat“, erzählte Irene Möllenbeck, Vorsitzende des Kuratoriums der Stiftung PAN kunstforum niederrhein, hatte viele wertvolle Plakate zusammen getragen.

Plakate müssen noch archiviert werden

So sind unter ihnen Werke von französischen Plakat-Gestaltern, etwa von Picasso, aber auch von in der Szene so bekannten Namen wie Hap Grieshaber und Emil Schuhmacher. „Mit 700 Exemplaren dürfte das die bisher größte Schenkung sein“, sagte Irene Möllenbeck.

Die Plakate selbst sind seit Anfang September in Emmerich, müssen aber noch archiviert werden. Möllenbeck: „Ausgestellt werden sie vielleicht in anderthalb Jahren.“ Es müsse da schon auch ein entsprechendes Thema geben.

Praktikant leistet wertvolle Arbeit im Museum

Apropos Archivierung: Darum kümmert sich seit knapp zwei Wochen Henri Morschek, der an der Hochschule Rhein-Waal Informations- und Kommunikations-Design studiert und ein zweimonatiges Praktikum im PAN absolviert. Dass der 21-jährige Moerser in Emmerich ist, freut die PAN-Verantwortlichen sehr. Immerhin hatte sich die Hochschule Rhein-Waal mit ihren Studenten erfolgreich an einem Plakat-Wettbewerb beteiligt.

„Wir sind jedenfalls sehr froh, und zwar über die Schenkung wie über unseren Praktikanten“, sagte Irene Möllenbeck. Der hat auch noch viel zu tun. Denn erst 7.200 der fast 50.000 Plakate im Museum sind bislang digital so archiviert, dass sie jederzeit etwa zu Künstlern und Themen zugeordnet werden können. Insgeheim wird gehofft, dass der Praktikant auch noch länger seine wertvolle Arbeit im PAN kunstforum nachgehen kann.

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