Bundesstraße 67

Parteien und Bürgermeister kritisieren FDP wegen B 67-Antrag

Laut Bürgermeister Michael Carbanje gibt es verschiedene Knotenpunkte auf der B 67 im Stadtgebiet von Isselburg. Straßen NRW erarbeitet nun einen Plan, wie Probleme an unfallträchtigen Stellen gelöst werden können.

Laut Bürgermeister Michael Carbanje gibt es verschiedene Knotenpunkte auf der B 67 im Stadtgebiet von Isselburg. Straßen NRW erarbeitet nun einen Plan, wie Probleme an unfallträchtigen Stellen gelöst werden können.

Foto: Erwin Pottgiesser

Isselburg.   Die Parteien kritisieren den Umgang der Liberalen mit dem Unfallschwerpunkt in Heelden. Dieser sei schließlich längst bekannt und auf der Agenda.

Im jüngsten Ausschuss für Planung, Vergabe und Wirtschaft erhitzte vor allem Tagesordnungspunkt 7 die Gemüter. Die FDP Isselburg hatte einen Antrag zur Verkehrssituation an der Kreuzung B 67(Empeler Straße)/Millinger Straße gestellt.

Die Stadt Isselburg ist für die Kreuzung nicht zuständig

Nicht erst der letzte Unfall im Dezember hätte die Fraktion bewogen das Thema wieder auf die Agenda zu setzen, erklärte FDP-Ratsherr Johannes Epping. Seit Jahren würden die Liberalen das Thema immer wieder anschieben. „Wenngleich wir wissen, dass die Stadt nicht zuständig ist“, erklärte der Heeldener.

Dr. Theo Beine verwies darauf, dass nicht nur die FDP diesen Unfallschwerpunkt im Blick habe. Die Kreuzung in Heelden sei schon seit Jahren Gegenstand von Ortsbesichtigungen. Gar nicht begeistert vom Vorpreschen der FDP zeigte sich Bürgermeister Michael Carbanje. Zumal er auch einige Äußerungen von Fraktionschef Kevin Schneider in der Öffentlichkeit zu dem Thema nicht unkommentiert lassen wollte.

Erste Gespräche liefen sechs Wochen vor dem Unfall

„Ja, die Stadt Isselburg ist für diesen Bereich nicht zuständig“, erklärte Carbanje. Was sich allerdings nur auf die Möglichkeit der eigenen Planung für diesen Bereich beziehe. „Doch trotzdem lässt mich das nicht kalt“, sagte der Bürgermeister in aller Deutlichkeit. „Ich fühle mich für alles, was in dieser Stadt passiert, zuständig!“

Und genau aus diesem Grund habe er bereits lange im Vorfeld des Antrags mit den zuständigen Behörden gesprochen. Am 25. Oktober, also sechs Wochen vor dem Unfall, den die FDP zum Anlass ihres Antrags nehme, habe er bereits mit Straßen NRW als zuständige Behörde, über das Problem B 67 gesprochen. „Und noch einmal auf die Gefahrenstellen hingewiesen“. Dabei ging es nicht nur um die Kreuzung, sondern zum Beispiel auch um den Schleichweg Millinger Straße.

Ein Konzept wird von Straßen NRW erarbeitet

Das Gespräch trägt nun Früchte. Denn Straßen NRW hat das Problem erkannt, ein umfangreicher Gesamtplan unter Berücksichtigung aller Knotenpunkte der B 67 wird, die NRZ berichtete, derzeit erstellt „und auch mit der Stadt Isselburg abgesprochen“. Und genau dies habe er auch, so Carbanje, bereits den Fraktionschefs in einer Email am 19. Dezember mitgeteilt.

Carbanjes Unverständnis für den Antrag und einige Äußerungen sei daher groß. Johannes Epping versuchte sich vor seinen abwesenden Fraktionschef zu stellen. „Wir wollen Druck machen und den Bürgermeister unterstützen.“

Olaf Roßmüller (CDU) konnte nur mit dem Kopf schütteln: „Die Art und Weise der FDP ist in diesem Punkt daneben.“ Auch wenn der Inhalt des Punktes wichtig sei, so Roßmüller. Auch Felix Kleideiter (SPD) unterstrich noch einmal, dass der Unfall auf der B 67, den die FDP zum Anlass ihres Antrags nahm, eigentlich gar nichts mit der Kreuzung zu tun habe.

>> NÄCHSTER AUSSCHUSS TAGT AM 23. JANUAR

Auch in der kommenden Woche tagt die Isselburger Politik in einem weiteren Ausschuss. Am Mittwoch, 23. Januar, kommen die Mitglieder des Ausschusses für Jugend, Schule, Sport, Kultur und Soziales um 17.30 Uhr in der Mensa der Verbundschule zu ihrer nächsten Sitzung zusammen.

Verschiedene Themen werden hier dann beraten. Unter anderem ein verwiesener Antrag zu Ingenieurleistungen an der Grundschule Werth.

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