ÖPNV

Pendelbus zwischen dem Bahnhof Empel und Rees wird geprüft

Die Anbindung zwischen dem Bahnhof Empel und dem Ortskern ist verbesserungswürdig.

Die Anbindung zwischen dem Bahnhof Empel und dem Ortskern ist verbesserungswürdig.

Foto: Dirk Schuster

Rees.   Die SPD-Fraktion stellte einen Antrag: Sie möchte einen Pendelbus zwischen dem Bahnhof Empel und dem Ortskern Rees installiert wissen.

Das Problem ist nicht neu: Der Ortskern von Rees ist, um es vorsichtig zu formulieren, vom Bahnhof aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht gut erreichbar. Das erklärt sich schon aus dem Umstand, dass der Reeser Bahnhof in Empel und damit sehr weit von der Innenstadt entfernt liegt. Knapp sechs Kilometer sind das.

Nun hat die SPD-Fraktion einen erneuten Vorstoß zur Verbesserung der Situation unternommen und beantragt, einen Pendelbus zwischen Bahnhof und Ortskern einzurichten, natürlich in Abstimmung mit den Ankunfts- und Abfahrtszeiten der dort haltenden Züge.

Es wird zu lange auf den Anschluss gewartet

„Uns ist bekannt, dass solch eine Linienverbindung mit der planmäßig betriebenen Verbindung im ÖPNV kollidiert“, sagte Bodo Wißen im Ausschuss für Umwelt, Planung, Bau und Vergabe. Die SPD bitte dennoch um eine Prüfung, so Wißen. Es sei ein nicht haltbarer Zustand, dass Berufsschüler und Touristen lange auf einen Anschluss warten müssten.

„Dass dort wochentags zig Autos vorfahren, um die Ankommenden abzuholen auch nicht“, bekräftigte Christa Cronen-Slis (SPD). Wißen sprach von einem Pendelbus, der im Takt von zehn Minuten oder einer Viertelstunde vorfahre.

CDU schlug eine Verbesserung der Taktung vor

„Bevor wir was Neues initiieren, sollten wir erst einmal Bestehendes verbessern“, schaltete sich Horst Becker (CDU) ein. Es wäre schon ein guter Schritt, wenn die Taktung verbessert und der Bus auf den Zug warte würde.

Helmut Wesser (Grüne) ging noch weiter. Nicht nur eine zeitgerechte Taktung sei vonnöten, sein Parteikollege Ulrich Doppstadt habe angeregt, einen Ringbus einzurichten, um die Dörfer besser miteinander zu vernetzen. So müsse dieser Ringbus den Bahnhof Empel mit den Bahnhöfen/Ortskernen Millingen, Haldern, Haffen-Mehr, Mehrhoog und Isselburg verbinden.

Auch Mitfahrbänke sind eine Option

Dies sei auch notwendig in Hinblick auf die immer älter werdende Bevölkerung. Diskutiert wurden am Rande auch Mitfahrmöglichkeiten. Bodo Wißen hatte Mitfahrbänke gesehen, auf denen man Platz nehmen und damit signalisieren kann, dass man mitgenommen werden möchte.

Einstimmig, bei zwei Enthaltungen von Seiten der CDU, beschloss der Bauausschuss die Verwaltung zu beauftragen, die rechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung und den Betrieb einer ständigen Pendelbusverbindung zwischen Bahnhof Empel-Rees und dem Marktplatz Rees zu prüfen und die finanziellen Auswirkungen eines solchen Betriebs zu ermitteln.

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