Stadtplanung

Planung für die Niag-Bebauung in Rees schreitet fort

Unten rechts im Bild sieht man das Niag-Gelände mit angrenzendem Posthof und dem ehemaligen Postgebäude.

Foto: Hans Blossey

Unten rechts im Bild sieht man das Niag-Gelände mit angrenzendem Posthof und dem ehemaligen Postgebäude. Foto: Hans Blossey

Rees.   Zügig soll es weitergehen bei der Aufstellung des Bebauungsplans für das Niag- und Postgelände. Stadtverwaltung hat ihre Hausaufgaben gemacht.

26 Seiten umfasst die Vorlage für den Bauausschuss zur Aufstellung des Bebauungsplans für das Niag- und Post-Gelände.

Wie bekannt, sollen das ehemalige Niag-Gelände sowie die ehemalige Post als gemeinschaftliche Flächen überplant werden, um „den Stadtkern städtebaulich und nutzungsoptimiert zu stärken und ergänzen“, lautet der Planungstext. Das Postareal grenzt im Bereich Vor dem Delltor/Neustraße unmittelbar an den Haupteinkaufsbereich. Da das Postgebäude nicht mehr benötigt wird, steht dieses Areal als räumliches Entwicklungspotenzial zur Verfügung. Geplant sind hier Gastronomie, kleinere Läden im Erdgeschoss und Wohnen im Obergeschoss.

Der nordöstlich angrenzende Bereich des Niag-Geländes soll über Wegverbindungen und Arkadengänge an das Postareal angebunden werden. Diese Ausdehnung ermöglicht die Realisierung großer, zusammenhängender Verkaufsflächen. Diese sollen unter einer städtebaulich und architektonisch anspruchsvollen Planung umgesetzt werden.

Das ist geplant

Voraussetzung für eine erfolgreiche Entwicklung des Postareals und des Niag-Geländes ist die räumliche Konzentration der Einzelhandelsentwicklung auf die Innenstadt mit einer guten Durchmischung von Wohnen und Dienstleistungen in den Obergeschossen.

Für das Postgelände sollen sich die Geschäftsflächen entlang der Dellstraße darstellen. Hier wird mit bis zu vier Vollgeschossen geplant. Für das Niag-Gelände soll ein Sondergebiet mit der Zweckbestimmung Einzelhandel im Erdgeschoss und in den Obergeschossen Wohnen und Dienstleistung (Sozialamt) festgesetzt werden.

Mit einer Entwicklung des Postareals und des Niag-Geländes soll der nördliche Bereich der Innenstadt seine Bedeutung als Einzelhandelsschwerpunkt weiter ausbauen. Dies ist inhaltlich durch die Fortschreibung des Einzelhandelskonzepts für die gesamte Stadt Rees dokumentiert.

Stellungnahmen der Behörden

Die Stellungnahmen der beteiligten Behörden und weiterer Träger öffentlicher Belange wurden in den vergangenen Wochen abgewägt und Änderungen in die Planungsunterlagen eingearbeitet. So mussten weitere Artenschutzrechtliche Untersuchungen erstellt, die Gebäudebestände auf dem Niag-Gelände auf Fledermausvorkommen untersucht werden.

Eine gutachterliche Untersuchung der zu erwartenden Schallkulisse im Zusammenhang mit den neuen Nutzungen für den großflächigen Einzelhandel und der Wohnbebauung wurde in der Zwischenzeit durchgeführt. Bedenken äußerte das Amt für Bodendenkmalpflege bezüglich des Bodendenkmals „Dorf/Hochmittelalter - Stadt/Hochmittelalter“. Auch hier arbeitet die Stadt eng mit dem Denkmalschutz zusammen.

Eine Überprüfung auf Grund des konkreten Verdachts empfiehlt der Kampfmittelbeseitigungsdienst. Und natürlich weist die Untere Bodenschutzbehörde auf die Altlastensituation hin. Punkte, die alle von der Verwaltung abgearbeitet werden mussten und somit dazu beitragen, dass zwischen Planung und Baubeginn Jahre liegen können.

In der Sitzung wird darüber entschieden, in das beschleunigte Verfahren zu gehen und den Inhalt der Planung für die Dauer eines Monats öffentlich auszulegen.

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