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Politik befürwortet neue Parkplätze bei Trox in Anholt

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Die Anwohner beschweren sich darüber, dass viele Trox-Mitarbeiter im Wohngebiet parken. Die Firma baut daher einen neuen Parkplatz.

Die Anwohner beschweren sich darüber, dass viele Trox-Mitarbeiter im Wohngebiet parken. Die Firma baut daher einen neuen Parkplatz.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Anholt.  Die Firma Trox in Anholt handelt: 180 neue Parkplätze sollen geschaffen werden, um Anwohner zu entlasten. Politik gab ein erstes, grünes Licht.

Der erste wichtige Schritt ist gemacht: Einstimmig votierte der Bau- und Umweltausschuss der Stadt Isselburg am Mittwochabend für den Aufstellungsbeschluss und damit für das Vorhaben der Firma Trox in Anholt, einen neuen Parkplatz am Unternehmensgelände zu bauen.

Die nächsten Schritte in Sachen Bauplanung kann Trox nun endlich angehen. Plan ist am Firmengelände einen neuen Parkplatz mit 180 Stellflächen für die Mitarbeiter zu schaffen, um so den Parkdruck aus dem angrenzenden Wohngebiet zu nehmen.

Zufahrt zum neuen Parkplatz bei Trox in Anholt muss geregelt werden

„Grundsätzlich kennen wir alle die Problematik“, so Uwe Übelacker. „Es ist daher ein gutes Vorhaben“, sagte der Grünen-Chef im Ausschuss, der in der Bürgerhalle Herzebocholt in Isselburg stattfand. Allerdings, so unterstrich der Politiker auch: „Aus den Plänen geht nicht hervor, wie die Ab- und Zufahrt auf das neue Parkplatzgelände erfolgen soll.“

Denn: Bei 180 neuen Parkplätze und einem gleichzeitigen Schichtwechsel „dürfte es hier sicherlich zu Problemen kommen und sich auch vielleicht sogar ein Rückstau auf die Gendringer Straße bilden“, gab Übelacker zu bedenken. Und wenn das geschehe, seien die Anwohner wieder im Nachteil.

Anwohner sind verärgert über parkende Trox-Mitarbeiter

Von diesen wurden nämlich in der Vergangenheit immer wieder Stimmen laut, wenn es um das Parken der vielen Trox-Mitarbeiter im angrenzenden Wohngebiet geht. Umso mehr stellte auch Bürgermeister Michael Carbanje heraus, dass es „lobenswert ist, dass Trox sich hier Gedanken gemacht hat“.

Der Bürgermeister machte auch noch einmal deutlich, dass dies quasi der erste „Aufschlag“ seitens des Unternehmens für dieses Vorhaben sei. Zu diesem Zeitpunkt schon Details für die Zufahrt oder auch Abfahrt der Fahrzeuge zu haben, sei gar nicht notwendig.

Verantwortliche werden über die Zufahrtswege diskutieren

Dahingehend ergänzte auch Bauamtschef Dave Welling, dass nun im weiteren Verfahren auch der Straßenbaulastträger, also der Kreis Borken, beteiligt wird. „Und natürlich wird dann sicherlich auch über die Zufahrt zum Parkplatz zu diskutieren sein“, sagte Welling.

CDU macht auf ein weiteres Problem aufmerksam

Frank Häusler (CDU) machte noch einmal darauf aufmerksam, dass es noch eine weitere Kritik seitens der Anwohner gibt. „Die Gendringer Straße wird zunehmend unübersichtlicher, weil in Höhe des Firmengeländes Lkw einfach auf der Straße parken oder dort sogar rangieren“.

Er hakte nach, ob man darüber nicht auch noch einmal mit den Unternehmensverantwortlichen reden könne. „Vor allem, weil Trox momentan eine zwei Hektar große Halle baut. Da wird es dann sicherlich noch unübersichtlicher, weil ein noch größerer Anlieferungsverkehr herrscht“, so Häusler.

Bürgermeister Michael Carbanje erklärte, dass Trox das sicherlich im Blick habe. „Der Anlieferungsverkehr soll außerdem mit Fertigstellung der neuen Halle anders geregelt werden“, wusste der erste Bürger der Stadt zu berichten.

>> Trox ist Weltmarktführer

Trox ist auf dem Weltmarkt führend in der Entwicklung, der Herstellung und dem Vertrieb von Komponenten, Geräten und Systemen zur Belüftung und Klimatisierung von Räumen. 1961 wurde das Trox-Werk in Anholt errichtet.

Mit 33 Tochtergesellschaften in 29 Ländern auf fünf Kontinenten, 19 Produktionsstätten und weiteren Importeuren und Vertretungen ist das Unternehmen in über 70 Ländern vor Ort. Aktuell erwirtschaftet die Trox Group weltweit mit rund 4400 Mitarbeitern einen Umsatz von ca. 515 Millionen Euro.

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