13 Bands für 13 Euro

Punk Meets People Jubiläumsfestival am 5. Mai in Haldern

Das jüngste Mitglieder-Foto von Punk Meets People. Sie freuen sich aufs Jubiläumsfestival.

Foto: Daniel Osterkamp

Das jüngste Mitglieder-Foto von Punk Meets People. Sie freuen sich aufs Jubiläumsfestival. Foto: Daniel Osterkamp

Haldern.   Die Punk Meets People Shows feiern zehnjähriges Jubiläum. Dazu gibt’s am 5. Mai ein Festival auf dem Reitplatz an der Lohstraße in Haldern.

Eigentlich lassen sie es ganz gerne im Halderner Getränkekeller krachen. Doch zum zehnjährigen Jubiläum der Punk Meets People Shows darf es mal an die frische Luft gehen. Auf dem Reitplatz an der Lohstraße sollen am 5. Mai, 14 Uhr bis Mitternacht, 13 Bands für 13 Euro für ein schönes Festival sorgen.

Der Vorsitzende Stefan Börgers hat mit dieser Ankündigung auch im Verein einige überrascht. Ohne große Werbung hat sich das schnell herum gesprochen. Seither hätten schon 30 Bands angefragt, ob sie nicht auch auftreten dürften: „Zum Jubiläum buchen wir aber nur Bands, die schon mal bei uns gespielt haben.“ Das ganze Programm kann noch nicht verraten werden. Mit The Moorings (Irish Folk aus Frankreich) stehe ein Hauptact fest. The Sewer Rats (Rockabilly, Pop-Punk aus Köln), The Sprities („Garagen-Rock“ aus Haldern) haben bestätigt. The Booze Brothers kommen nach drei Jahren Pause eigens zu diesem Anlass wieder zusammen.

Plan B: Vereinsheim des Reitvereins

Auch bei der Stadt Rees wurde man hellhörig: „Wie verhindern Sie, dass ein Lkw in die Menge fährt?“, wurde Börgers nach einem Sicherheitskonzept gefragt. Die Lohstraße müsse ja ähnlich wie beim Haldern Pop für 8000 Euro zur Einbahnstraße gemacht werden. Doch Börgers konnte versichern: „Wir planen das Festival für etwa 200 Gäste. Wir gehen das ruhig an. Das Gelände bleibt offen.“ Ein Sicherheitskonzept sei somit nicht nötig.

Es werde eine Haupt- und eine Akustikbühne geben, sodass zur Hauptzeit am Abend im Wechsel auf beiden Bühnen die Musik ertönt. Da sich der Verein für dieses Event auch finanziell aus dem Fenster lehnt, wäre eine wetterbedingter Ausfall nicht akzeptabel. „Als Plan B steht das Vereinsheim des Reitvereins zur Verfügung“, sagt Börgers.

Zum Jubiläum lohnt auch ein Blick in die Historie

Zum Jubiläum lohnt auch ein Blick in die Historie: Die Bewegung startete 2008. Für die Punk-Freunde fehlte in Rees und Umgebung schlicht die Möglichkeit ihre Musik zu hören. „Wir wollten Konzerte organisieren“, erinnert sich Börgers. Neben Lokalbands sollten so auch bezahlbare Bands eingeladen werden, die schon etablierter sind. Außer dem Keller an der Bahnhofstraße kamen im Laufe der Jahre etliche Spielorte dazu: in Rees das Café Lisboa, das Bistro, die Raiffeisenhalle (hier gerne Weihnachtskonzerte) oder das alte Kino, das für Börgers von der Location her ein Höhepunkt darstellt. Auch die Haldern Pop Bar. Außerhalb der Reeser Stadtgrenzen kamen das Event-House Pit in Hamminkeln, das Babydoll in Wesel, das Vogelhaus in Bocholt oder Zum Schnellenhof in Mehrhoog hinzu.

Das Spektrum reicht von Ska über Rockabilly bis Irish Folk

Die Bandnamen werden selbst vielen Musikinteressierten nichts sagen. Aber sie machen Laune. Punk steht drauf, alles, was eine Gitarre hat, darf drin sein: von Ska über Rockabilly bis Irish Folk. 2014 traten Rogers auf: „Heute treten die auf dem Hurricane auf, sie wären für uns jetzt unbezahlbar“, weiß Börgers.

Erst 2013 gründete sich offiziell ein Verein mit zehn Mitgliedern: „Ab da ging es richtig los“, sagt Börgers. Jeder im Verein habe seine festen Aufgaben. Ein Netzwerk habe sich etabliert. Auch eine Fan-Basis von rund 100 treuen Besuchern. Etwa fünf Shows im Jahr stellen die Musikfreunde auf die Beine.

Tolle Stimmung, aber dicke Luft

Inzwischen ist das PMP-Logo auf T-Shirts oder Aufklebern zu finden. Einen ersten Generationswechsel haben die Gleichgesinnten auch hinter sich, ergänzt Vereinsmitglied Peter Schaffeld. Ganz wichtig für den Verein: „Die Getränkeeinnahmen bei den Konzerten brauchen wir selbst, um die Bands zu finanzieren“, erklärt Börgers.

„Wir wollen noch bekannter werden“, kündigt der Vorsitzende an. Die Punkszene habe es auf dem Lande nach wie vor schwer. Manche scheuten den Keller an der Bahnhofstraße, wo die PMP-Shows regelmäßig stattfinden: „Wenn 100 Leute kommen, dann ist die Luft da unten nicht mehr auszuhalten“, räumt Schaffeld ein. Dafür sei die Stimmung um so besser.

>>>TICKETS GIBT’S AB DEM 1. MÄRZ

Karten fürs Jubiläums-Festival der Punk Meets People-Shows sind ab dem 1. März auf www.pmp-shows.de erhältlich. Die Hardtickets sind limitiert. Die Karten kosten 13 Euro zuzüglich Vorverkaufsgebühr und 16 Euro an der Tageskasse. Ab dem 15. Februar – so der Plan – soll ein Filmchen auf der Homepage noch mehr Appetit anregen.

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