Arztpraxis

Rat der Stadt Rees bewilligte Zuschuss für neue Arztpraxis

Ricarda Beckmann, v. links, Christoph Gerwers Bürgermeister der Stadt Rees, Michal El-Nounou, Pastor Michael Eiden, und Johannes Fockenberg im Juli 2017 beim Betrachten der Pläne für das neue Medizinisches Versorgungszentrum in Haldern.

Foto: Thorsten Lindekamp

Ricarda Beckmann, v. links, Christoph Gerwers Bürgermeister der Stadt Rees, Michal El-Nounou, Pastor Michael Eiden, und Johannes Fockenberg im Juli 2017 beim Betrachten der Pläne für das neue Medizinisches Versorgungszentrum in Haldern. Foto: Thorsten Lindekamp

Rees.   Rat der Stadt bewilligte Investitionskosten in Höhe von 50.000 Euro als Zuschuss für Dependance. Die Eröffnung verschiebt sich allerdings.

Ärztemangel im ländlichen Raum ist in diesen Tagen ein viel diskutiertes Thema – auch in Rees. Um dem Ärztemangel in Rees entgegenzuwirken, hat der Rat der Stadt Rees nun im Rahmen seiner Wirtschaftsförderungstätigkeiten einen Investitionskostenzuschuss in Höhe von 50.000 Euro für das Reeser Ärzteteam doctoRees auf den Weg gebracht. Ein einstimmiger Beschluss. Die Praxis doctoRees hatte einen entsprechenden Antrag gestellt.

Viel Engagement eingesetzt

Wie bekannt, arbeitet die Facharztpraxis für Innere und Allgemeinmedizin derzeit an einem Konzept, um einen Zweitsitz an der Gerhard-Storm-Straße 1 in Haldern zu der bestehenden Praxis an der Florastraße zu realisieren. Der städtische Investitionskostenzuschuss soll dabei helfen, die Dependance mit Personal und medizinischen Geräten auszustatten. Da der Vorstoß des Ärzteteams bestehend aus Dr. Michal El-Nounou, Ricarda Beckmann, Dr. Sarah Bremer und Karl Heinz Schmitz von Rat und Verwaltung sehr begrüßt wird, soll der Zuschuss auch als Anerkennung und Unterstützung verstanden werden, da sich die Gemeinschaftspraxis mit viel Engagement dafür einsetzt, die ärztliche Versorgung in Rees und den Ortsteilen zu sichern. „Schließlich hat die Stadt ein dringendes Interesse daran, dass eine ausreichende Zahl an Ärzten bei uns im ländlichen Raum bleibt oder hinzugewonnen werden kann“, so Stadtsprecher Jörn Franken.

„Das sichert uns ab“, war Dr. El-Nounou froh über die Entscheidung. Schließlich müsse sich die Praxis erst einmal etablieren, während die Kosten für Miete, Software etc. in voller Höhe zu leisten seien. „Insofern haben wir durch den Zuschuss jetzt einen zeitlichen Vorlauf und können die Betriebskosten am Standort Haldern decken“, sagte er. Er danke dem Rat der Stadt ausdrücklich für die Investitionspauschale, sagte er gegenüber der NRZ.

Bauliche Verzögerung

In Standort Haldern selbst ist es zu baulichen Verzögerungen gekommen, so dass jetzt, auch wegen der anstehenden Ferienzeit, die Praxis erst Mitte September öffnen wird. „Wir führen Verhandlungen mit zwei Ärzten“, so Dr . El-Nounou. „Aber es ist noch nichts in trockenen Tüchern“, teilte er mit. Wie bekannt soll für den Standort Haldern ein weiterer Arzt eingestellt werden, damit die Praxis schon möglichst bald ihren Betrieb ohne zeitliche Einschränkung aufnehmen kann

Übrigens: Rat und Verwaltung betonten im nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Ratssitzung ausdrücklich, dass das Zuschussmodell der Stadt kein einmaliges Engagement bleiben muss. Konzepte, die den Fortbestand oder die Gründung von Arztpraxen in Rees und den Ortslagen sichern, sollen auch in Zukunft förderfähig sein.

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