Brunnenwasser

Rees: Brunnenwasser belastet? Organisation bietet Messung an

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Ehrenamtliche Mitarbeiter beim VSR-Gewässerschutz, beraten Brunnenbesitzer am Informationsstand des Labormobils, das in Rees Halt machen wird.

Ehrenamtliche Mitarbeiter beim VSR-Gewässerschutz, beraten Brunnenbesitzer am Informationsstand des Labormobils, das in Rees Halt machen wird.

Foto: Anja Roth/VSR-Gewässerschutz e.V.

Rees.  Bei sommerlichen Temperaturen nutzen viele ihr Brunnenwasser. Doch dieses könnte auch belastet sein. Ein Organisation bietet Messung in Rees an.

Bei sommerlichen Temperaturen ist es sinnvoll, zum Gießen von Gemüse oder zum Befüllen eines Kinder-Planschbeckens Brunnenwasser zu verwenden, so der VSR-Gewässerschutz. Denn damit werde Leitungswasser gespart. Allerdings sei es wichtig, gesundheitsgefährdende Belastungen auszuschließen. Häufig verschmutzen Nitrate und Pestizide, so der VSR-Gewässerschutz, das Grundwasser der landwirtschaftlich genutzten Region. Auch können durch verschiedene Einflüsse Krankheitserreger ins Wasser geraten.

Ob das eigene Brunnenwasser für das Befüllen des Planschbeckens, zum Gießen, als Tränkwasser für Tiere oder sogar zum Trinken geeignet ist, könne Interessierte am Labormobil der Gewässerschutzorganisation VSR-Gewässerschutz erfahren.

Mit den Wasserproben zum Mobil in Rees

Es hält am Dienstag, 16. August, auf dem Marktplatz in Rees. Wasserproben nehmen Milan Toups und der Ehrenamtler Dipl.-Ing. Heinz-Wilhelm Hülsmans von 11 bis 13 Uhr am Labormobil entgegen. Eine Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird bereits für zwölf Euro durchgeführt.

Diese Untersuchung findet vor Ort statt, so dass die Bürger ihre Ergebnisse schon gegen Ende der Aktion abholen können. Gegen weitere Kostenbeteiligung werden umfangreichere Untersuchungen auf Parameter wie Eisen, Phosphat oder Bakterien angeboten. Das Ergebnis dieser Analysen wird mit einer Bewertung per Post zugesandt.

Immer freitags werden Fragen beantwortet

Die Mitglieder vom VSR-Gewässerschutz klären die Bürger am Informationsstand aber auch über Belastungen des Grundwassers und deren Ursachen auf und bieten eine individuelle Beratung für den einzelnen Brunnenbesitzer an. Keiner wird mit den Messwerten allein gelassen. Das Team berät anhand der Messergebnisse, ob das Wasser zum Gießen, zum Befüllen des Planschbeckens, zum Waschen oder sogar zum Trinken geeignet ist.

Außerdem werden immer freitags zwischen 10 und 13 Uhr unter der Rufnummer 02831/9763342 Fragen zum Thema Brunnenwasserqualität beantwortet. Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind, sollen zur Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen genutzt werden. Besonders geeignet sind dabei bis zum Rand gefüllte 0,5 l Flaschen aus Kunststoff.

Umweltschützer wollen bessere Wasserqualität

Die Umweltschützer möchten beim Thema Wasserqualität besonders die breite Öffentlichkeit erreichen. „Brunnennutzer haben das gleiche Ziel wie wir: unbelastetes Grundwasser“, so Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz. Die Gartenbesitzer und der Verein tragen durch die Analyse von Brunnenwasser gemeinsam dazu bei, dass die Qualität des Grundwassers auch außerhalb von Wasserschutzgebieten verbessert wird.

Der gemeinnützigen Umweltschutzorganisation ist es wichtig, dass die Menschen über die Belastungen und deren Ursachen informiert sind. So hat das Team des Vereins nicht nur die Ergebnisse der Brunnenwasser-Analysen ausgewertet, sondern diese auch mit regionalen landwirtschaftlichen Daten abgeglichen. Die aktuellen Messergebnisse aus dem Kreis Kleve finden alle Interessierten auf der Homepage vom VSR-Gewässerschutz.

Am Infostand gibt es auch Wissenswertes für Brunnenbesitzer

Die Brunnenbesitzer erfahren am Informationsstand außerdem, wie wichtig die Versickerung von Regenwasser auf dem eigenen Grundstück ist. Vielerorts ist bereits festzustellen, dass die Grundwasserspiegel absinken. „Niederschlag, der in regenreichen Monaten versickert, füllt das Grundwasser wieder auf. Es wird Wasser für trockene Monate gespeichert. In Dürreperioden sind Gartenbesitzer froh, wenn sie auf das Wasser aus dem eigenen Brunnen zurückgreifen können“, so Susanne Bareiß-Gülzow. Allerdings sollte jeder Brunnenbesitzer dabei beachten, dass bei der Nutzung von Brunnenwasser möglichst wenig Wasser verdunstet.

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