Kinder

Rees: Eltern und Kinder stimmen über neues Spielgerät ab

Andreas Böing vom Baubetriebshof stellt den Anwohner mit ihren Kindern ein neues Spielgerät für den  Spielplatz Grüner Weg vor.

Andreas Böing vom Baubetriebshof stellt den Anwohner mit ihren Kindern ein neues Spielgerät für den Spielplatz Grüner Weg vor.

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Rees.  Der „Krakenspielplatz“ muss sich von der beliebten Krake verabschieden. Mit Eltern und Kindern wurde vor Ort über einen Ersatz entschieden.

Der Abschied vom beliebten Krakenspielzeug, das dem Reeser Spielplatz am Grüner Weg den Namen „Krakenspielplatz“ verlieh, fällt schwer. Aussagen wie „Das war mein Hauptgerät“ und „Ich fand das immer cool“ der elfjährigen Jule Tiggelbeck beschreiben gut, wie beliebt das Spielgerät vor allem bei den etwas älteren Kindern gewesen ist. Auf Grund der hohen Dynamik hatte es zwar einen besonders großen Spaßfaktor, aber auch eine erhöhte Verletzungsgefahr, weswegen die Krake nicht mehr hergestellt wird.

Nun muss etwas Neues her, damit der Spielplatz weiterhin frequentiert bleibt und die vielen Kinder, die durch das Reeser Wohnprojekt „Wohnen am See“ den Spielplatz neu für sich entdeckt haben, angelockt werden.

Eltern und Kinder dürfen über ein neues Spielgerät mitentscheiden

Zu diesem Zweck überlegte sich Baubetriebshofleiter Andreas Böing mit seinem Mitarbeiter Stefan Tekaat, dass es sinnvoll wäre, die Eltern und Kinder selbst über das neue Spielgerät entscheiden zu lassen.

Wichtig dabei sei besonders die Artenvielfalt, da die zwölf weiteren Reeser Spielplätze bereits viel zu bieten haben. Schnell fällt den Eltern auf, welche sich alle auf dem Spielplatz versammelt haben, um über den „erweiterten Garten“, so die Mutter Veronika Tiggelbeck, zu entscheiden, dass vor allem Spielzeug für die etwas älteren Kinder fehlt.

Mittlerweile sei der Spielplatz nicht mehr attraktiv für die Kinder ab zehn Jahren, und so fordert die Mutter zum Beispiel etwas zum Klettern, damit ihre elfjährige Tochter auch weiterhin Spaß am Spielen auf dem „Krakenspielplatz“ hat. Auch Jenny Hellen, Mutter einer zweijährigen Tochter, teilt die Ansicht, dass durch die bereits vorhandenen Geräte, darunter eine Rutsche und mehrere Spieltürme, genug für die Jüngeren vorhanden sei und sich nun an den Interessen der etwas Älteren orientiert werden könne.

Neben dem beliebten Vorschlag eines Klettergerüsts wird eine Schaukel gefordert, doch da der benachbarte Spielplatz bereits über drei davon verfügt, wird dieser Gedanke nach ausführlicher Beratung verworfen. Die Idee eines Matschplatzes, die eine Mutter vorträgt, könne auf Grund der sich stets ändernden Auflagen betreffend der Nutzung des Grundwassers nicht weiter nachgegangen werden, so Böing.

Slackline als Ersatz für die beliebte Krake

Der Vorschlag von Andreas Böing eine Slackline, kombiniert mit einem Hangelgerüst, zu errichten, stößt direkt auf eine positive Rückmeldung seitens der Anwesenden. Diese fördere die Beweglichkeit sowie Geschicklichkeit der Älteren, aber sei wegen der geringen Höhe auch für die Kleineren unter Aufsicht nicht gefährlich.

Mit 4000 Euro liegt das Gerät exakt im Budget und kann innerhalb sechs bis acht Wochen aufgebaut werden. Der humorvolle Einwand einer Mutter, „dass das neue Gerät erst nutzbar ist, wenn unsere Kinder selbst Eltern sind“, ist also unberechtigt.

Zufriedene Gesichter bei den Kindern

Ein kurzer Blick der Kinder auf das neue Spielgerät und man schaut in zufriedene Gesichter. „Das habe ich mir gewünscht“, erzählt Jule Tiggelbeck freudig und rennt wieder zu ihren Freunden, um sich auf dem Spielplatz zu beschäftigen.

Eine erfolgreiche Aktion, die vor allem von den Eltern als tolle Idee aufgefasst wird. Nun muss, auch wenn es den Kindern schwer fällt, gewartet werden, bis der neue „Slackmaster“ aufgebaut und endlich als Ersatz für die beliebte Krake genutzt werden kann.

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