Kulturprogramm

Rees hat vielfältiges Kulturprogramm vorbereitet

Die KölschbandKasalla will 2019 das Bürgerhaus „rocken“. 

Die KölschbandKasalla will 2019 das Bürgerhaus „rocken“. 

Foto: Michael Kleinrensing

Rees.   Das Programm soll um Marktkonzerte ergänzt werden. Das ist ein erster Schritt, Neuerungen in das Programm zu bringen.

Das Budget für Kultur soll für das kommende Jahr angehoben werden. Das kündigte Bürgermeister Christoph Gerwers in der Sitzung des Kulturausschusses an. In der heutigen Ratssitzung will die Verwaltung eine Erhöhung von 75.000 Euro im laufenden auf 90.000 im kommenden Haushaltsjahr vorschlagen.

Im Vorgriff darauf beschloss der Kulturausschuss am Dienstag, eine neue Veranstaltungsreihe namens Marktkonzerte ins Programm aufzunehmen. Geplant ist, vier Konzerte im Zeitraum Juni bis September jeweils am Nachmittag des letzten Sonntags im Monat auf dem Marktplatz durchzuführen.

Hiesige Musikvereine sind gefragt

Dazu soll jeweils eine Bühne angemietet und auf dem Marktplatz aufgebaut werden. Für Auftritte sollen die hiesigen Musikvereine und Akteure angesprochen werden. Einige hätten, so war zu hören, bereits Interesse signalisiert.

Was Ulrich Doppstadt von den Grünen wunderte. „Können wir uns das denn leisten?“, fragte der Bienener und erinnerte an die Diskussion um das Klassik-Café. Damals hatte die Stadt das Gespräch mit Veranstalter Heiner Frost gesucht, mit dem Ziel, die Kosten zu senken.

„Auch die Marktkonzerte sind nicht zum Nulltarif zu haben“, so Gerwers. Aber man wolle Vielfalt und Neues in das kulturelle Programm bringen. Gemeinsam mit Heiner Frost habe man inzwischen eine Lösung gefunden, so Kulturamtschefin Sigrid Mölleken. Wie bekannt, wird 2019 das Klassik-Café an gewohnter Stelle in den Anlagen von Haus Aspel präsentiert, nachdem sich ein Sponsor gefunden hat. Eine Spenden-Box soll zudem aufgestellt werden, der Erlös in das Klassik-Café 2020 fließen. Bürgermeister Gerwers kann sich vorstellen, dass dieses Event dann auch im Rahmen eines Marktkonzerts erklingt.

Stefan Reichmann fühlte Ausschuss übergangen

Marco Bonnes (Grüne) äußerte seinen Unmut darüber, dass den Ausschussmitgliedern keine Kosten für jede einzelne Veranstaltung vorgelegt worden waren. „Wir tappen im Dunkeln, entscheiden hier en bloc und können nicht gewichten“, klagte er. Da über Verträge öffentlich nicht gesprochen werden dürfe, so Christoph Gerwers, verwies man Bonnes’ Frage in den nicht-öffentlichen Teil.

Stefan Reichmann (CDU) war angesäuert über die Vorgehensweise der Verwaltung, die die Marktkonzerte schon fest ins Programm geschrieben hatte. „Als Kulturausschuss-Mitglied fühle ich mich übergangen. Was sollen wir hier überhaupt noch diskutieren?“, fragte der Halderner rhetorisch. Dennoch: Fürs Gesamtprogramm gab es letztlich einhellige Zustimmung.

Vielleicht gibt es in Rees bald auch wieder eine Open Air Kinonacht. Die Stadt hat sich bei der Film- und Medienstiftung NRW als „FilmSchauPlatz“ für 2019 beworben. Sollte die Stadt den Zuschlag erhalten, wird der Verkehrs- und Verschönerungsverein die Stadt bei der Organisation und Durchführung des Abendprogramms unterstützen. Bestuhlung – und möglicherweise auch Popcorn – inklusive.

Segway-Touren auf Nachfrage

Segway-Touren gibt’s künftig nur noch auf Nachfrage. „Das Interesse ist zu gering“, so Sigrid Mölleken. Dafür soll bei Führungen und Radtouren, die beliebt sind, aufgestockt werden. Der Erlebnis-Sommer soll wieder in gewohnter Weise diverse kultur-touristische Angebote beinhalten.

>>JUGENDTHEATER WIRD BEZUSCHUSST

Im kommenden Jahr sind auch wieder einige Konzerte in der Reeserviert-Reihe geplant.


Ein erster Termin für das große Sinfoniekonzert unter der Leitung von Theo Römer ist bereits festgezurrt. Das Klassik-Konzert soll im kommenden Jahr, und zwar am Sonntag, 13. Januar, im Bürgerhaus Rees erklingen.

In Sachen Jugendtheater soll bei eigenen Aufführungen der Schulen das Bürgerhaus zur Verfügung gestellt werden bzw. soll es Zuschüsse für die Besuche von Theaterveranstaltungen in benachbarten Bühnenhäusern geben. Es geht um die Finanzierung von bis zu 50 Prozent der nichtgedeckten Kosten, maximal 250 Euro pro Theaterbesuch.

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