Deichkronenradweg

Rees: Stadt muss für Nutzung der Deichkronenradwege zahlen

Rees muss für die Nutzung der Deichkronenradwege eine Entschädigung an den Deichverband zahlen – als Ersatz für auftretenden Mehraufwand, etwa die Beseitigung von Sachbeschädigungen.

Rees muss für die Nutzung der Deichkronenradwege eine Entschädigung an den Deichverband zahlen – als Ersatz für auftretenden Mehraufwand, etwa die Beseitigung von Sachbeschädigungen.

Foto: Klaus-Dieter Stade / FUNKE Foto Services

Rees.  Rees will jetzt doch dem Deichverband für Nutzung der Deichkronenradwege jährliche Entschädigung zahlen. Damit befasst sich der Bauausschuss.

Die Stadt will jetzt doch dem Deichverband Bislich-Landesgrenze für die Nutzung der Deichkronenradwege eine jährliche Entschädigung von 1750 Euro pro Kilometer als Ersatz für den beim Deichverband auftretenden Mehraufwand, etwa für die Beseitigung von Schäden an der Deichböschung, zahlen. Darauf habe man sich nach schwierigen Verhandlungen Mitte März verständigt, heißt es in der Beschlussvorlage für den Bauausschuss am Donnerstag um 17 Uhr.

Der Deichverband hatte sich erstmalig beim Abschnitt zwischen Bienen und Emmerich geweigert, als Eigentümer des Deiches einer Widmung des Deichkronenradwegs, durch die der Weg zu einem öffentlichen Weg im Sinne des Straßen- und Wegegesetzes NRW wird, zuzustimmen. Den Deichverband dazu zwingen, könne man nicht, so die Verwaltung.

Weniger erfreuliche Effekte passieren

In der Vorlage wird auch explizit darauf hingewiesen, dass wegen der verstärkten Nutzung der Deichkronenradwege auch „weniger erfreuliche Effekte“ passieren, etwa durch Hundekot, nicht angeleinte Vierbeiner, aber auch durch Beschädigungen der Deichböschung und Sachbeschädigungen. Wobei man als Stadt mangels Zuständigkeit keinen Leinenzwang anordnen könne.

Während man sich in den Gesprächen ausdrücklich auf den genannten Abschnitt zwischen Bienen und Emmerich beschränken wollte, habe, so die Stadt, der Deichstuhl gefordert, das Verhandlungsergebnis auf sämtliche Abschnitte mit Deichkronenradweg in Rees zu übertragen. Insgesamt kämen dann noch weitere 4,9 Kilometer hinzu, für deren Nutzung die Stadt zahlen muss. Weitere 2,9 Kilometer würden zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

Ab 2022 fallen Kosten von 8575 Euro an

Ab 2022, heißt es, müsste Rees dann jährlich 8575 Euro für die Nutzung der Deichkronenradwege im Stadtgebiet aufbringen. Das soll aus dem Budget der Straßen- und Wegeunterhaltung gedeckt werden.

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Emmerich Rees Isselburg

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben