Naturschutzzentrum

Rees: Wettbewerb zum Wiesenvogelschutz startet erneut

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Immer weniger Kiebitz werden gesehen. Sie gilt es zu schützen.

Immer weniger Kiebitz werden gesehen. Sie gilt es zu schützen.

Foto: Birgit Beckers / NZ Kreis Kleve

Bienen.  Ziel des Wettbewerbs ist es, das Engagement für den Wiesenvogelschutz zu fördern und Bemühungen der teilnehmenden Landwirte zu honorieren.

Gemeinsam mit der Aufwind gGmbh für Natur- und Umweltschutz veranstaltet das Naturschutzzentrum im Kreis Kleve in diesem Jahr wieder den Wettbewerb zum Wiesenvogelschutz. Ziel des Wettbewerbs ist es dabei, das Engagement für den Wiesenvogelschutz zu fördern und besondere Bemühungen der teilnehmenden Landwirte zu honorieren.

Der Wettbewerb zum Wiesenvogelschutz wurde erstmalig 2019 durchgeführt und wird in einem zweijährigen Turnus fortgesetzt. 2020 ist der Wettbewerb als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt mit dem „VielfaltBaum“ ausgezeichnet worden. Diese Auszeichnung wird an vorbildliche Projekte verliehen, die sich in besonderer Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt in Deutschland einsetzen.

Gewertet werden Maßnahmen zum Schutz von Wiesenvögeln

Im Wettbewerb zum Wiesenvogelschutz werden alle Maßnahmen gewertet, die zum Schutz und Erhalt der wildlebenden Bestände beitragen. Bei den sogenannten „Wiesenvögeln“ handelt es sich um verschiedene Vogelarten, die alle einen ähnlichen Lebensraum besiedeln. Sie brüten auf offenen und baumarmen Flächen, vorzugsweise auf Feuchtgrünland. Einige dieser Arten haben aufgrund von Veränderungen der Lebensraumbedingungen ihre Brut auf Ackerflächen verlagert. Zu den bei uns vorkommenden Wiesenvögeln gehören u.a. Kiebitz, Großer Brachvogel, Austernfischer, Rotschenkel, Uferschnepfe, Rebhuhn, Wiesenpieper, Schafstelze, Feldlerche und Schwarzkehlchen.

Der in den vergangenen Jahren oftmals schlechte Bruterfolg der Wiesenvögel hat bereits - auch bei den ehemals häufigeren Arten - zu starken Bestandsrückgängen geführt. Dies wurde 2020 besonders beim Kiebitz ersichtlich, dessen kreisweiter Bestand in den letzten 16 Jahren um 50-60 Prozent zurückgegangen ist.

Engagement der Landwirte soll honoriert werden

Der Wettbewerb soll einerseits ein Ansporn für die Landwirte sein, ihre freiwilligen Maßnahmen für die Wiesen- und Feldvogelfauna zu verstärken und andererseits diese Leistungen auch honorieren. Landwirte, die an dem Wettbewerb teilnehmen möchten, finden die notwendigen Informationen auf der Homepage des Naturschutzzentrums im Kreis Kleve unter www.nz-kleve.de unter dem Menüpunkt Wiesenvogelwettbewerb. Dort sind auch die Teilnahmebedingungen zu finden.

Gewertet werden zum einen Maßnahmen, die den Wiesen- und Feldvögeln zugutekommen, unabhängig von deren tatsächlicher Anwesenheit. Zum anderen wird der direkte Schutz vorhandener Gelege bei der Bearbeitung der Felder honoriert. Dabei wird jedes Gelege gewertet, das nach der Bearbeitung unversehrt geblieben ist. Bei höheren Brutdichten, die die Bewirtschaftung besonders erschweren, werden Zusatzpunkte vergeben. Dies gilt auch für Weideflächen, auf denen der betroffene Bereich ausgezäunt oder das Gelege mit einem Metallkorb geschützt werden kann.

Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro

Unter den teilnehmenden Landwirten werden drei Teilnehmer pro Jahr ausgewählt, die am meisten zum Schutz der Feld- und Wiesenvögel beigetragen haben. Für die Preisträger winken Preisgelder in Höhe von insgesamt 10.000 Euro (1.Preis 5.000 €, 2. Preis 3.000 € und 3. Preis 2.000 €). Langfristiges Ziel des Projektes ist es, die hohe Bedeutung der Landwirtschaft für den Wiesenvogelschutz hervorzuheben und teilnehmenden Landwirten unsere Wertschätzung für diese „Dienstleistung für den Naturschutz“ aufzuzeigen. Die genauen Informationen zum Einsendeschluss und der Maßnahmen-Dokumentation durch die Landwirte sind in den Teilnahmebedingungen zu finden (s. auch unter www.nzkleve.de\projekte\wiesenvogelschutz\wettbewerb).

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