Eichenprozessionsspinner

Reeser Bürger besorgt wegen des Eichenprozessionsspinners

Der Eichenprozessionsspinner ist in Rees auf dem Vormarsch. 600 Bäume im Stadtgebiet wurden schon behandelt.

Der Eichenprozessionsspinner ist in Rees auf dem Vormarsch. 600 Bäume im Stadtgebiet wurden schon behandelt.

Foto: Patrick Pleul / dpa

Rees.  Der Eichenprozessionsspinner macht den Reesern Sorge. Zahlreiche Bürger rufen deshalb beim Baubetriebshof an. 600 Bäume wurden bereits besprüht.

Zwischen 40 und 50 Anrufe gehen täglich bei Andreas Böing, Leiter des Reeser Baubetriebshofs, ein. Immer geht es um den Eichenprozessionsspinner. „Wir bemühen uns redlich, aber wir können und wollen nicht jeden Befall bekämpfen“, teilte Böing mit.

600 Bäume im Stadtgebiet sind besprüht worden. „Und zwar solche, die im Bereich von Versammlungsstätten stehen“, teilte der 60-Jährige mit. Also in der Nähe von Sportstätten, Spielplätzen, Schulhöfen und Friedhöfen. Aber im Bereich der freien Landschaft hat der Reeser Bauhof die Eichen nicht gespritzt. „Weil wir nicht auf der einen Seite Insekten und Bienen schützen können, auf der anderen Seite aber die chemische Keule herausholen“, erklärte Böing.

Es gibt hierzulande 120 Schmetterlingsarten

Schließlich müsse man wissen, dass man mit dem Einsatz von Bioziden beispielsweise auch die beliebten Schmetterlinge vernichte. Rund 120 Arten seien hierzulande heimisch, wusste Andreas Böing. „Wir müssen wieder lernen, mit den Gefahren umzugehen“, appellierte er an die Bürger, sensibler für die Natur zu werden.

Giftige Raupe- Fakten rund um den Eichenprozessionsspinner

Die Raupen durchlaufen von April bis August sechs Larvenstadien – sie häuten sich sechsmal. Ab dem dritten Stadium bilden sich die Brennhaare aus, die bei manchen Menschen durch das Nesselgift eine Reaktion auslösen. Bei Hautkontakt können Ausschlag und Rötungen entstehen. Manche Menschen reagieren mit Atemwegserkrankungen, asthmatischen Anfällen.

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