Fahrrad-Sicherheit

Reeser Fahrradhändler rät zum Frühlingscheck der Fiets

Fahrradhändler Bernd Arentsen aus Rees hat zur Zeit Hochkonjunktur – für viele Kunden checkt er die Drahtesel in Sachen Sicherheit.

Fahrradhändler Bernd Arentsen aus Rees hat zur Zeit Hochkonjunktur – für viele Kunden checkt er die Drahtesel in Sachen Sicherheit.

Foto: Konrad Flintrop

Rees.   Fahrradpflege ist enorm wichtig, weiß Fahrrad-Händler Bernd Arentsen aus Rees. Im Frühling herrscht Hochkunjunktur bei ihm. Was der Profi macht.

Das Reinigen des Fahrrades dient nicht allein dem guten Aussehen der Fiets. „Beim Reinigen werden auch gleich die ersten Schäden sichtbar“, weiß Bernd Arentsen, Fahrradhändler aus Rees. Derzeit stehen ziemlich viele Fahrräder in Hof seines Betriebs.

„Die Kunden kommen halt immer erst, wenn die Sonne scheint, und dann kommen gleich alle auf einmal“, sagt er. Die gute Laune hat ihm die derzeit viele Arbeit aber nicht verleidet. Arentsen jongliert gerade zwischen Fachberatung und dem Sicherheits-Check eines silberfarbenen Fahrrades. Sind die Kunden beraten, geht’s wieder zurück in die Werkstatt – bis die Türglocke den nächsten Kunden ankündigt.

Geschmiert fährt es besser

Arentsen umfasst mit beiden Händen den Lenker der Fiets und drückt diesen fest nach unten. Er habe zuviel Spiel, stellt er fest. „Das kann bei einem Bremsmanöver gefährlich werden“, warnt der Fachmann. Wenn’s hart auf hart kommt, der Fahrer also scharf bremsen muss, besteht die Gefahr, dass er stürzt.

Also muss nachjustiert werden. „Das Problem kommt schon mal häufiger vor bei Discounter-Rädern“, sagt Arentsen mit fachmännischem Blick auf die silberne Fiets: „Viele Kunden wissen nicht, dass diese nur vormontiert sind.“ „Zu fest darf der Lenker aber auch nicht sein, dann geht die Lenkung zu schwer“, wird später Tobias Feldmann sagen. Da ist der Chef längst wieder im Kundengespräch.

Der Zweiradmechatroniker kommt auch wieder aufs Putzen zu sprechen. Wer den Schmutz nicht abreibe, der trage zum schnelleren Verschleiß der Fiets bei. Sagt der 20-Jährige. Und erklärt das am Beispiel Kette und Zahnkranz. „Da geht man am besten mit der Zahnbürste ran“, rät der Dingdener. Auch gehöre regelmäßiges Ölen dazu. Wer schmiert, der gut fährt. „Regelmäßiges ölen verhindert auch, dass die Teile zu rosten beginnen“, sagt er.

Die Bremsen sollte man dem Fachmann überlassen

Eine Reihe von Fahrradreparaturen können begabte Hobbyschrauber selbst durchführen. Aber eben nicht alles. „Die Bremsen beispielsweise, die sollte man in jedem Fall dem Fachmann überlassen“, rät Feldmann. Denn auf sie muss man sich in kritischen Situationen verlassen können. Da muss der richtige Druckpunkt erreicht werden. Dafür setzt der Fachmann Spezialwerkzeug ein.

Natürlich geht es beim Check auch ums Licht, um die Reflektoren, darum, ob der Sattel gerade und obendrein fest sitzt, ob die Reifen porös geworden sind. „Besser einen genauen Blick drauf werfen und abgefahrenes Material austauschen“, rät der Fachmann. Denn sicher ist sicher.

Pedelc-Absatz macht inzwischen 60 Prozent aus

„Rund eineinhalb Stunden dauert so ein Check mit allem Drum und Dran“, sagt Zweiradmechatroniker Hendrik Mertzen. Er ist gelernter Kfz-Mechatroniker, hat aber später — Mertzen ist viele Radrennen gefahren – sein Hobby zum Beruf gemacht.

Übrigens: Die Pedelecs fahren auch beim Verkauf den herkömmlichen Rädern davon. „Sie machen bei uns inzwischen 60 Prozent beim Verkauf aus“, so Feldmann.

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