Fahndungserfolg

Rheinbrücken-Unfall: Polizei macht Verursacher ausfindig

Auf der Rheinbrücke in Rees kam es am Sonntag zu einem schweren Unfall. Dessen Verursacher flüchtete. Die Polizei konnte ihn nun ausfindig machen.

Auf der Rheinbrücke in Rees kam es am Sonntag zu einem schweren Unfall. Dessen Verursacher flüchtete. Die Polizei konnte ihn nun ausfindig machen.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Rees/Kalkar/Wesel.  Zu einem Unfall kam es am Sonntag in Rees. Ein Kalkarer Radfahrer wurde schwer verletzt. Polizei konnte Verursacher aus Wesel ausfindig machen.

Erfolgsmeldung zur Unfallflucht vom vergangenen Sonntag in Rees: Die umfangreichen Fahndungsmaßnahmen und Ermittlungen der Polizei haben jetzt zur Feststellung des verursachenden Mercedes-Benz vom Typ A-Klasse und des Fahrers geführt.

Wie berichtet, war bei dem Unfall am Sonntag gegen 9.45 Uhr auf der Rheinbrücke in Rees ein 55-jähriger Rennradfahrer aus Kalkar so schwer verletzt worden, dass er mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden musste. Der Kalkarer wird weiterhin stationär behandelt.

Polizei fahndete nach einer Mercedes A-Klasse

Bereits seit Sonntag hatte die Kreis Klever Polizei umfangreiche Überprüfungen von Fahrzeugen des von Zeugen beschriebenen Fahrzeugtyps - einer Mercedes A-Klasse - unternommen. Verursacher des Verkehrsunfalls ist ein 71-jähriger Mann aus Wesel, der zum Unfallzeitpunkt mit seiner goldfarbenen Mercedes A-Klasse in Fahrtrichtung Kalkar unterwegs war.

Wie sich jetzt herausgestellt hat, hat der Weseler mit seinem Wagen den in gleicher Richtung fahrenden Rennradfahrer nicht nur touchiert, sondern ist mit höherer Geschwindigkeit auf das Rennrad aufgefahren. Der Radfahrer wurde daraufhin zu Boden geschleudert und verletzte sich schwer. Der 71-Jährige Autofahrer entfernte sich von der Unfallstelle, ohne anzuhalten und sich um den Schwerverletzten zu kümmern. Lediglich der beim Zusammenstoß abgerissene Außenspiegel des Pkw blieb an der Unfallstelle zurück.

Mitarbeiter einer Werkstatt schöpfte Verdacht

Ermittlungen in Reparaturwerkstätten haben nun zur Ermittlung des Weselers und Sicherstellung des Unfallfahrzeugs geführt: Eine freie Kfz-Werkstatt hatte in einer Weseler Vertragswerkstatt einen rechten Außenspiegel für eine Mercedes A-Klasse bestellt. Ein Mitarbeiter dort schöpfte Verdacht, denn er war über die polizeiliche Fahndung informiert. Er meldete sich am gestrigen Mittwoch beim Verkehrskommissariat der Weseler Polizei, von wo wiederum die sachbearbeitenden Kollegen des Emmericher Verkehrskommissariates informiert wurden.

Den 71-Jährigen konnten die Weseler Polizisten ebenso wie den beschädigten Mercedes an der Wohnanschrift ausfindig machen. Durch den Verkehrsunfall war nicht nur der rechte Außenspiegel abgerissen worden, auch Scheinwerfer, Schürze und Kotflügel des Wagens wurden beschädigt.

Pkw wurde sichergestellt, Senior wird vernommen

Der Pkw wurde - ebenso wie schon am Sonntag das Rennrad - sichergestellt, ein Sachverständiger untersucht nun den genauen Kontakt und Ablauf des Zusammenstoßes.

Seinen Führerschein musste der 71-jährige Weseler abgeben. Die weiteren Ermittlungen zum Unfallgeschehen und Vernehmungen des Emmericher Verkehrskommissariates dauern an.

[In unserem lokalen Newsletter berichten wir jeden Abend aus Emmerich, Rees und Isselburg. Den E-Mail-Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen.]

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben