Unfall auf dem Wasser

Schiffe kollidieren auf dem Rhein an der Emmericher Grenze

Wasserschutzpolizei und Wasser- und Schifffahrtsamt ermitteln nach einem Zusammenprall zweier Schiffe auf dem Rhein bei Emmerich.

Foto: Hans Blossey

Wasserschutzpolizei und Wasser- und Schifffahrtsamt ermitteln nach einem Zusammenprall zweier Schiffe auf dem Rhein bei Emmerich.

Emmerich.   Bei einer Schiffskollision bei Emmerich ist ein hoher Sachschaden entstanden. Die Behörden aus Deutschland und den Niederlanden ermitteln.

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Bei einer Schiffskollision auf dem Rhein bei Emmerich ist am Mittwoch erheblicher Sachschaden entstanden. Die Polizei berichtet von einem leeren Tankmotorschiff, das bei einem Ausweichmanöver mit einem Gütermotorschiff zusammenstieß. Die Besatzung an Bord aller beteiligten Schiffe blieb bei der Havarie unverletzt.

Ungewöhnlicher Kurs der „Stolt Florence“

Gegen sieben Uhr morgens kam dem flussabwärts fahrenden Tanker „Stolt Florence“ bei diesigem Wetter ein anderes Schiff auf einem ungewöhnlichem Kurs entgegen. Dieser Kurs erforderte ein schnelles Ausweichen, wobei die „Stalt Florence“ mit dem ebenfalls entgegenkommenden Gütermotorschiff „Tyro“ kollidierte.

Trotz erheblicher Schäden an beiden Schiffen konnten sie wenig später den nahegelegenen Hafen von Tolkamer ansteuern, wo sie von der Wasserschutzpolizei gründlich inspiziert und alle Beschädigungen dokumentiert wurden. Außerdem waren Mitarbeiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Emmerich sowie Einsatzkräfte aus den Niederlanden vor Ort.

Zuständigkeit war erstmal zu klären

Die Ermittlungen sollen nun auch ein möglicherweise regelwidriges Verhalten des Schiffsführers überprüfen, das mit seinem abweichenden Kurs den Zusammenprall verursachte. Dabei ist es nicht leicht, die Kompetenzen der Behörden in Deutschland und den Niederlanden zu überblicken.

Das rechte Rheinufer der Unfallstelle liegt in den Niederlanden, das linke in Deutschland. Die niederländische Polizei hat für ihre Ermittlungen die Radarfilme beschlagnahmt. Sollte die Wasserschutzpolizei aber ihrerseits mit den Ermittlungen nicht vorankommen, werden sie bei der Behörde in dem Nachbarland Einsicht in die Filme beantragen.

In der Landespolitik wurde in den vergangenen zwei Jahren wiederholt diskutiert, das Wasser- und Schifffahrtsamt aus Emmerich abzuziehen.

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