Bundestagswahl

Schon 24,2 Prozent: Kreis Borken erwartet Rekord-Briefwahl

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Besonders viele Wähler machen in diesem Jahr Gebrauch von der Möglichkeit der Briefwahl. Der Kreis Borken steuert auf einen Rekord zu.

Besonders viele Wähler machen in diesem Jahr Gebrauch von der Möglichkeit der Briefwahl. Der Kreis Borken steuert auf einen Rekord zu.

Foto: Kerstin Kokoska / FUNKE Foto Services

Kreis Borken.  Bundestagswahl: Zum 6. September zählte der Kreis Borken eine Briefwahl-Beteiligung von 24,2 Prozent. Kreisdirektor rechnet mit einem Rekord.

Der Trend zur Briefwahl setzt sich bereits jetzt erkennbar auch bei der anstehenden Bundestagswahl fort. Lag der Anteil der Briefwähler im Kreis Borken gut zwei Wochen vor der Bundestagswahl noch bei 13,2 Prozent, so haben mit Stichtag 6. September kreisweit inzwischen 67.761 Wahlberechtigte für die diesjährige Bundestagswahl einen Antrag auf Wahlschein gestellt. Das sind 24,2 Prozent der insgesamt 279.442 Wahlberechtigten. Das teilt Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster in seiner Funktion als Kreiswahlleiter mit. Insoweit sei mit einer Rekordbriefwahlbeteiligung zu rechnen.

Wahlkreis Borken II mit Isselburg bei 21,6 Prozent

Im Borkener Teil des Wahlkreises 124 – Steinfurt I/Borken I (Ahaus, Gronau, Heek, Legden und Schöppingen) hatten zum Stichtag 18.005 Personen einen Antrag auf Wahlschein gestellt. Das sind rund 23 Prozent der insgesamt 78.042 Wahlberechtigten in diesen fünf Kommunen. 2017 lag dort der Anteil der Briefwähler zum gleichen Zeitpunkt bei 13,3 Prozent.

Im Wahlkreis 126 – Borken II (das sind alle anderen Kommunen im Kreis Borken inklusive Isselburg) haben bisher 49.756 Personen einen Wahlschein beantragt. Das sind es 24,7 Prozent der dort lebenden 201.400 Wahlberechtigten. 2017 lag der Anteil der Briefwähler in diesem Wahlkreis zum gleichen Zeitpunkt bei 13,2 Prozent. Insgesamt hatten hier damals 21,6 Prozent der Wahlberechtigten von der Briefwahl Gebrauch gemacht.

>> Wähler müssen darauf achten, dass die Unterlagen rechtzeitig ankommen

Mit den inzwischen zugegangenen „Wahlbenachrichtigungen“ können die Wahlberechtigten im Bedarfsfall bei den Wahlämtern ihres Wohnortes auch Briefwahlunterlagen beantragen. Auf der Rückseite jeder „Wahlbenachrichtigung“ befindet sich dafür ein Vordruck, der ausgefüllt an das örtliche Rathaus zurückzusenden ist. Alternativ können bei den meisten Stadt- und Gemeindeverwaltungen im Kreisgebiet die Briefwahlunterlagen online beantragt werden. Außerdem besteht die Möglichkeit, persönlich im Wahlamt Briefwahlunterlagen zu beantragen. Dort kann man, wenn man möchte, auch gleich an Ort und Stelle seine Stimme abgeben.

Briefwahlanträge können bis spätestens Freitag (24. September) vor dem Wahltag bis 18 Uhr gestellt werden. Es wird allerdings empfohlen, Briefwahl möglichst frühzeitig zu beantragen, damit für die Bearbeitungszeit und die Postlaufzeiten zum Antragsteller und zurück genügend Zeit zur Verfügung steht. Der Wahlbrief muss unbedingt rechtzeitig mit der Post abgesandt oder direkt bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Stelle abgegeben werden. Er muss bei der zuständigen Stelle spätestens am Wahlsonntag bis 18 Uhr vorliegen, da dann die Wahl endet und mit der Auszählung der Stimmen begonnen wird. Später eingegangene Wahlbriefe können bei der Stimmenauszählung nicht mehr berücksichtigt werden.

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