Neumarkt

Schoofs ist überzeugt: Neumarkt in Emmerich wird ein Erfolg

Josef Schoofs sprach beim Bürgerverein über das Neumarkt-Projekt in Emmerich.

Josef Schoofs sprach beim Bürgerverein über das Neumarkt-Projekt in Emmerich.

Foto: Christian Creon / FUNKE Foto Services

Emmerich.  Neumarkt-Investor Josef Schoofs stellte sich beim Bürgerverein Emmerich den Fragen. Eine Fertigstellung im Frühjahr 2021 ist aktuell vorgesehen.

Kein Zutritt für Christian Beckschaefer. So hieß es am Mittwoch im Deutsche Bank-Gebäude. „Ich bin zwar kein Mitglied des Bürgervereins mehr, man hat mich aber mitgenommen“, erklärte der BGE-Gründer. Freundlich wies ihn der zweite Direktor Markus Elbers darauf hin, dass nur Mitglieder teilnehmen könnten.

Einfacher hatte es Gerd Bartels von der UWE. Als Mitglied erwartete er voller Spannung, was präsentiert wurde. Denn Josef Schoofs kam. Der Kevelaerer Chef der Schoofs-Gruppe und Neumarkt-Investor kam und präsentierte sich den 30 gekommenen Bürgervereins-Mitgliedern.

Penny wollte nur mit Rewe einziehen

Gemeinsam mit Projektentwickler Thorsten Overländer gab er nicht nur einen Überblick über 300 Projekte, die man realisierte, sondern ging ins Neumarkt-Detail. „Wir werden das Projekt durchführen. Das ist eine Erfolgsstory. Wir werden das Leben dort zurückholen“, hieß es von Schoofs.

Wie es zum desaströsen Ablauf seit 2011 gekommen sei, wollte Gerd Bartels wissen. Der Standort mit seiner Vorgeschichte sei kein einfacher. Zum anderen spielten auch der Rückzug des Generalunternehmers oder die Tatsache, dass Discounter Penny nur mit Rewe einziehen wollte, eine Rolle. Dann funkelte Josef Schoofs mit den Augen und sagte gen Bartels: „Sehr negative Stimmung kommt aus der Politik.“

Edeka hat die Vermietung im Erdgeschoss in der Hand

Des Weiteren ging er auf die Eigentümer-Problematik des Deutsche Bank-Gebäudes und den Widerstand der Baugenossenschaft ein. Hingegen lobte er die vorbildliche Behandlung seitens der Verwaltung. Thorsten Overländer wusste: „Wir gehen von einer Fertigstellung Frühjahr 2021 aus.“

Und noch eines wurde deutlich: Herr über den Einzelhandel im Erdgeschoss des in einer hellen Klinkerfassade mit Tiefgarage (80 öffentliche Stellplätze – teilweise gebührenfrei), 60 barrierefreien Mietwohnungen (qm-Preis: zwischen acht und neun Euro), einer „grünen Lunge“ und dem Gebäudeteil der Gasthausstiftung geplanten Komplexes ist Edeka. „An wen die Edeka vermietet, ist deren Sache.“

Futterhaus wohl sicher – Sind Action und Rossmann raus?

Soll heißen: die Untervermietung der Flächen neben dem 1750 qm (inkl. Nebenflächen) Edeka-Brüggemeier-Markt von 600 und 800 Quadratmetern wird Edeka übernehmen. Dann hieß es von Josef Schoofs doch: „Futterhaus scheint sicher zu sein.“ Action oder ein Drogeriemarkt könnten sich ansiedeln. Doch wie jüngst zu hören war, sei Drogist Rossmann wegen der Nähe zum dm-Markt nicht mehr interessiert.

Ferner gibt es Gerüchte, dass Action sich nicht mit Edeka einigen konnte. Aber dazu erklärt Edeka: „Wir befinden uns aktuell noch in Gesprächen“, so Sprecherin Svenja Terveer. Noch alles offen.

Aufhorchen ließen Martina Fingerhut und Tim Köster die Ausführungen zur Baustellenlogistik, die mit der Stadt abgestimmt werde. Bei der Parksituation am Neumarkt wollte der Deutsche Bank-Chef Köster erfahren: „Brauchen Sie noch mehr Platz?“ Thorsten Overländer wusste, dass wenn der Keller gebaut ist, sich die Lage durch nicht mehr benötigte Flächen entspannen könnte.

Baustelle wird weitere Auswirkungen haben

Bevor der Rohbau durch ein Wuppertaler Unternehmen anstünde, werde die Bodenplatte gegossen. Die Betonmischer könnten vom Wemmer & Janßen-Gelände den Neumarkt ansteuern. „Wir können das Projekt nicht per Hubschrauber anliefern“, bat der Entwickler um Verständnis. Das bereitet Martina Fingerhut vom Geschäft an der Wollenweberstraße Kopfschmerzen. „Das ist jetzt schon durch die Busse sehr eng bei uns.“ Dann fielen erneut Parkplätze weg, hielt Elsbeth Elbers fest.

Abschließend erklärte Schoofs auf Nachfrage von Direktor Freddy Heinzel: „Kaufkraft binden und Menschen begeistern, das ist ein schwieriger Weg.“ Er prophezeit, dass viele Läden in Wohnungen umgebaut würden.

>> Durchstich ist nicht vergessen

Auf dem Schirm hat Josef Schoofs weiterhin den Durchstich zur Kaßstraße. Die Eigentümerin des in Frage kommenden Gebäudes, also Liesel Iffland, habe ihm erklärt: „Bauen Sie erst mal. Wenn das so ist, dann können wir weitersehen.“ Ein Applaus sei wohl zum Abschluss angebracht, so Freddy Heinzel. Und die Mitglieder klatschten für die Ausführungen von Josef Schoofs und Thorsten Overländer.

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