Schule für Isselburg

Schule für Isselburg will bis Ende 2020 Trägerverein gründen

Die Mitglieder von Schule für Isselburg sind zuversichtlich, was die Gründung der Gesamtschule angeht. 

Die Mitglieder von Schule für Isselburg sind zuversichtlich, was die Gründung der Gesamtschule angeht. 

Foto: Schule für Isselburg

Isselburg.  Schule für Isselburg hatte seine Mitglieder zur Versammlung geladen. Hier wurde unter anderem die weitere Vorgehensweise vorgestellt.

Dr. Andreas Pasckert ist zuversichtlich. „Wir bekommen das hin“, sagt der Anholter. Er und die vielen weiteren engagierten Mitstreiter des Vereins Schule für Isselburg e.V sind davon überzeugt, dass die als Privatschule zu gründende Gesamtschule Weitblick an den Start gehen wird. „Auch, wenn es bis dahin noch einige Punkte abzuarbeiten gibt.“

Erstmals zur Mitgliederversammlung in 2020 kamen nun 27 Mitglieder in der Mehrzweckhalle der Grundschule Anholt zusammen. Hier wurde dann nicht nur das pädagogische Konzept der noch zu gründenden Schule vorgestellt, sondern auch ein Sachstandsbericht zur aktuellen Situation gegeben.

Förderverein zählt bereits 103 Mitglieder

Der gemeinnützige Förderverein zählt momentan 103 Mitglieder, „davon sind zehn örtliche Unternehmen, die vor allem aus dem Handwerksbereich kommen“, so Pasckert. Darunter dann auch die Isselburger Firma VKF Renzel, „die uns immer wieder unterstützt“. Was das engagierte Team sehr freue.

Denn auch dieses hat in den vergangenen Jahren schon viel gestemmt. Zwei von Wissenschaftlern durchgeführte Elternbefragungen, die vom Verein initiiert wurden, ergaben, dass die Gesamtschule die präferierte Schulform ist. Auch Beratungsgespräche mit der Bezirksregierung zur Gründung einer Schule wurden und werden immer wieder geführt.

Sporthalle in den Fokus genommen

Auch gab es Studien der Hochschule Niederrhein zur energetischen Sanierung des Hauptschulgebäudes. „Und nun auch zur Sporthalle, die wir gern nutzen würden.“ Allerdings: „Auch hier muss noch etwas getan werden“, sagt Pasckert. Mittlerweile sind neben einem pädagogischen Konzept, das noch mit der Bezirksregierung abgestimmt werden muss, auch Raumkonzept, Haushaltspläne und Wirtschaftsplan erstellt. Und: Eine potenzielle Schulleitung sei ebenfalls gefunden. „Auch wenn es noch keine Unterschriften gibt“, erklärt Pasckert.

Momentan befinde man sich in Vorbereitung des zu gründenden Schulträgers. „Zunächst gründen wir einen Verein, dann eine gGmbH.“ Dafür werden 25.000 Euro als Sicherung benötigt. „Die wir aber zusammenbekommen.“

Gründung bis Ende des Jahres angepeilt

Die Gründung des Schulträgers ist ein wichtiger Schritt, denn so kann etwa der Mietvertrag für das Realschulgebäude, Mensa und den naturwissenschaftlichen Trakt mit der Stadt Isselburg geschlossen werden. Der ein oder andere Baustein, vor allem auch hinsichtlich des Geldes, müsse da noch geklärt werden. „Aber das wird sicherlich bis Ende des Jahres klappen“, so Pasckert.

Dieser erinnert noch einmal daran, dass nach eigenen Rechnungen die Gesamtschule Weitblick 3,5 Millionen Euro nach Isselburg bringe. Also die durch das Land fließen würden. „Zudem darf man den gesellschaftliche Mehrwert nicht verachten. Denn durch die Schule würde wieder ein zentraler Ort geschaffen, an dem Jugendliche aus allen Ortsteilen zusammen kämen.“

Besondere Spende erhalten

Er hofft, dass dies so realisiert werden kann. Im Dezember wird der Rat über weitere Schritte beraten. Die Schule soll Ende 2021 gegründet und Mitte 2022 an den Start gehen. Nutzen, bei einem einzügigem Start, will die Schule zunächst die dann leerstehenden alten Gebäude der ehemaligen Hauptschule (hier die Sporthalle, Mensa und naturwissenschaftlicher Takt) und Realschule, die von der Stadt Isselburg gemietet werden würden.

Übrigens: Zu Beginn überreichten Marie-Louise Testroet und Rudolf Kobs eine Spende in Höhe von 200 Euro für die Vereinsarbeit. Den Betrag sammelt sie anlässlich ihres 50-jährigen Klassentreffens, das ihre Isselburger Abschlussklasse gefeiert hatte.

>>>Das pädagogische Konzept

Schule für Isselburg hat innerhalb des pädagogischen Konzeptes schon einige Punkte für das Schulleben verfasst. So soll es einen offenen Unterrichtsbeginn um 7.45 Uhr geben und so Zeit fürs Ankommen, Brot essen und Wasser trinken sein. Unterrichtsbeginn ist um 8 Uhr mit sozialem Lernen, zielorientiertem Start in den neuen Tag bzw. die Woche.

An drei Tagen wird mit einem 90-minütigen Lernbüro für die Fächer Deutsch, Mathematik und Englisch (Fachlehrer fungiert als Berater und Mentor) begonnen. Die Unterrichtsstunden haben eine 60‘-Taktung (außer Informatik und Technik/Hauswirtschaft). Zudem soll es ein offenes, jahrgangsübergreifendes Lernen im Lernhaus (Raum als 3. Pädagoge) geben.

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