Hallenbad-Abriss

Spezial-Bagger ist beim Hallenbad-Abriss in Rees im Einsatz

Foto: Christian Creon

Rees.   In den nächsten Wochen fallen beim Abriss des alten Hallenbades in Rees alleine 1800 Tonnen Beton-Schutt an. Jede Menge belastetes Material auch.

So einen Bagger hat man auch noch nicht oft zu Gesicht bekommen: „Die Kabine kann bis zu sechs Meter hoch ausgefahren werden“, erklärt Markus Dickmann, Polier der Bocholter Firma Schöttler und verantwortlicher Mann vor Ort beim Abriss des alten Reeser Hallenbades.

Vorteil des Spezial-Baggers: Er kann alles, auch belastetes Material wie Bitumen, vom Dach ab picken und getrennt auf Haufen stapeln. „Der Baggerführer hat da oben alles im Blick. Da braucht niemand mehr aufs Dach. Das spart Zeit, damit Kosten, und die Kollegen kommen überhaupt nicht mit belastetem Material in Berührung“, erklärt der Fachmann.

Seit gut drei Wochen sind die Arbeiter damit beschäftigt, das aus den 1960er Jahren stammende alte Gebäude zurück zu bauen. „Was natürlich aufwendig ist wegen der vielen belasteten Materialen, etwa PCB-Fugen an den Fenstern und Mineralwolle, mit denen Rohre gedämmt worden sind. Alles mus fachgerecht getrennt und entsorgt werden“, sagt Leonard Brünnenberg. Er ist zuständig für Sicherheits- und Gesundheitsschutz an der Baustelle und ist im Auftrag der Stadt alle 14 Tage vor Ort, um zu schauen, ob alle Sicherheitsmaßnahmen, etwa das Tragen von Schutzanzügen und Masken, von den Arbeitern eingehalten wird. „Die Firma macht hier einen guten Job“, so seine bisherige Erfahrung.

Von der früheren Pommes-Bude mit seinen Well-Zement-Platten steht nur noch ein Gerüst, die ehemalige Hausmeister-Wohnung ist schon dem Erdboden gleich gemacht, und dahinter sieht man ins Innere des Gebäudes, wo sich mal der Kassenbereich und die Umkleideräume befanden.

„Jetzt reißen wir die Stahlbeton-Balken über dem Bad ab“, schildert der Polier die Maßnahme. Ein Bagger knabbert den Beton an, kneift dann mit einer Stahlschere die Eisenteile durch. Den Rest erledigt der Spezialbagger.

Doch der aufwendige Rückbau dauert noch Wochen. „Weil noch viel Beton im Boden steckt“, erklärt Dickmann. Denn auch unter dem früheren Schwimmbecken befindet sich noch in zwei Metern Tiefe ein gleich großer Keller. Von hier führen Leitungen zum Freibad, zudem befindet sich das Auffangbecken für Wasser des Beckens darüber.

Abrissarbeiten am alten Hallenbad in Rees

Stand der Abrissarbeiten am alten Hallenbad am Grüttweg in Rees.
Abrissarbeiten am alten Hallenbad in Rees

„Unterm Strich kommen hier gut 1800 Tonnen Beton zusammen, der hier vor geschreddert wird“, rechnet der Polier hoch. „Der wird später als Unterbau für den neuen Parkplatz am Westring verwendet“, ergänzt Stadtpresse-Sprecher Jörn Franken.

Gleich in Container geladen, um danach fachgerecht entsorgt zu werden, wird zudem alles, was vorher – auch durch den Bagger – sortiert wurde: Baumaterial, Holz, und Schrott, etwa Metall.

<<<DAS GELÄNDE IST EINGEZÄUNT

Das alte Reeser Hallenbad wurde im August 2015 geschlossen, nachdem das neue, 3,2 Millionen Euro teure neue Stadtbad in Betrieb genommen werden konnte.

Das Abriss-Gelände ist jetzt erst einmal mit einem Zaun rundum abgesichert

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