RATSSITZUNG

Stadt Isselburg soll zwei verkaufsoffene Sonntage bekommen

Beim Stadtfest zieht es immer zahlreiche Besucher auf die Minervastraße. Das soll auch dieses Jahr so sein.

Beim Stadtfest zieht es immer zahlreiche Besucher auf die Minervastraße. Das soll auch dieses Jahr so sein.

Foto: Thorsten Lindekamp

Isselburg.   In der Ratssitzung sollen die Mitglieder über die verkaufsoffenen Sonntage in 2017 beraten. Die Chancen, dass diese genehmigt werden, stehen gut.

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Gerichte kippten in diesem Jahr bereits mehrfach verkaufsoffene Sonntage in den Städten. Auch in Isselburg soll 2017 an zwei Sonntagen Shoppen möglich sein – und zwar am 18. Juni beim Isselburger Stadtfest und am 3. Dezember beim Anholter Adventsmarkt. Entsprechende Anträge hat Tina Schumacher vom Tourismusbüro Isselburg gestellt.

Bedenken seitens der Verwaltung gegen diese verkaufsoffenen Sonntage gibt es nicht. Das geht aus einer Vorlage für die nächste Ratssitzung hervor. Denn aus Verwaltungssicht seien die Voraussetzungen zur Durchführung eines verkaufsoffenen Sonntages, die das Ladenöffnungsgesetz vorgibt, erfüllt. Voraussetzung für einen verkaufsoffenen Sonntag ist nämlich eine Veranstaltung, die durch die Ladenöffnung ergänzt werde. Das reine Interesse am Shoppen reiche als Grund nicht. Außerdem müsse der Großteil der Besucher wegen der Veranstaltung kommen – und nicht nur zum Einkaufen.

Geschäfte nicht stadtweit öffnen

Die für 2017 im Stadtgebiet Isselburg geplanten Sonntagsöffnungen haben zumindest konkrete Anlässe. Zudem sollen sie auf die jeweiligen Ortsteile beschränkt bleiben. Eine Freigabe für darüber hinausgehende Gebiete oder sogar für das gesamte Stadtgebiet, sei nicht, so die Verwaltung, zu vertreten. Der Grund: Die nicht von der jeweiligen Veranstaltung betroffenen Ortsteile der Stadt Isselburg erfüllten die Voraussetzung des Anlassbezuges und die eines beträchtlichen Besucherstroms in diesen Ortsteilen nicht. Die beiden verkaufsoffenen Sonntage sollen daher auf die jeweiligen Ortsteile mit den Veranstaltungen beschränkt bleiben, die anderen Geschäfte dürfen nicht öffnen.

Die Verwaltung erwartet übrigens wieder deutlich mehr Besucher zum Stadtfest und zum Adventsmarkt, als an einem durchschnittlichen Tag in die Geschäfte kommen. Zahlen dazu hat die Stadt auch ermittelt. So stehen rund 5000 erwartete Besucher beim Stadtfest rund 165 Bürgern gegenüber, die an einem durchschnittlichen Tag in Isselburg einkaufen. Laut Schumacher sei die Zahl der Besucher des Stadtfestes „in den vergangenen Jahren stetig gestiegen“. Ein Offenhalten der Geschäfte, „gilt als unbedingte Bereicherung des Stadtfestes und den damit verbundenen Attraktionen.“

3000 Besucher zum Adventsmarkt

In Anholt werden rund 3000 Besucher zum Adventsmarkt erwartet. An gewöhnlichen Tagen kaufen hier knapp 60 Bürger ein. Auch beim sonntäglichen Adventsmarkt hält es Schumacher für wichtig, die Läden zu öffnen. „Neben den traditionellen Einkäufen auf einem Weihnachtsmarkt halten wir die Möglichkeit des Einkaufens von weiteren Geschenken als zwingend erforderlich.“

>> DER RAT TAGT

Auf der Tagesordnung des Rates der Stadt Isselburg, der am Mittwoch, 26. April, um 17.30 Uhr in der Mensa der Verbundschule am Stromberg tagt, stehen verschiedene Punkte.

Neben den verkaufsoffenen Sonntagen beraten die Ratsmitglieder unter anderem auch über die Zukunft der Hauptschule Isselburg und den Stellenplan 2017 der Verwaltung.

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