Energie

Stadtwerke Rees haben Umstellung auf H-Gas abgeschlossen

Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Punessen ist froh, dass man in Rees so früh von L- auf H-Gas umstellen konnte. „Das hat auch mit Versorgungs-Sicherheit zu tun“, sagt der Fachmann.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Stadtwerke-Geschäftsführer Wolfgang Punessen ist froh, dass man in Rees so früh von L- auf H-Gas umstellen konnte. „Das hat auch mit Versorgungs-Sicherheit zu tun“, sagt der Fachmann. Foto: Klaus-Dieter Stade

Rees.   Stadtwerke haben die Umstellung auf norwegisches bzw. russisches Gas abgeschlossen. Nur bei drei Kunden gab's Probleme, sagt der Geschäftsführer.

Sie hat gut neun Monate gedauert, ist jetzt aber komplett abgeschlossen: die Umstellung von L- auf H-Gas. Damit werden die gut 5600 Kunden der Stadtwerke Rees mit dem Gas versorgt, das einen zehn Prozent höheren Brennwert hat. „Für die Kunden ändert sich nichts, auch nicht beim Preis“, sagt der Geschäftsführer der Stadtwerke, Wolfgang Punessen.

Umstellung hat etwa eine Stunde gedauert

Natürlich habe es bei der Umstellung auch Probleme wegen der Terminierung in den Hauhalte gegeben, weiß der 61-Jährige. Das sei aber normal, immerhin mussten die Geräte in den Häusern vorab begutachtet werden und später folgte der Termin für die Umstellung, die etwa eine Stunde gedauert habe. Dabei wurde in den meisten Fällen nur eine Düse ausgetauscht.

Bei 5600 Kunden habe es im Prinzip nur zwei bis drei Beschwerden gegeben, so Punessen. Weil der Betroffene davon ausgegangen sei, dass er bei H-Gas jetzt mehr zahlen müsste. „Was nicht stimmt. Das haben wir belegen können“, betont der Ingenieur. Und erklärt das auch an einem Beispiel.

Das H-Gas hat höheren Brennwert

Die Gasrechnung erfolge nach der verbrauchten Energiemenge in Kilowattstunden. Wenn also ein Kunde bei L-Gas laut Zähler 2000 Kubikmeter verbraucht, werde das mit dem Faktor zehn multipliziert. „Er hat also 20.000 Kilowattstunden benötigt“, so Punessen. Bei H-Gas, das einen zehn Prozent höheren Brennwert hat und man deshalb weniger davon einsetzen muss, liegt der Verbrauch dann bei 1818 Kubikmeter und wird mit dem Faktor 11 multipliziert. „Da kommt man auch auf 20 000 Kilowattstunden“, so Punessen.

Wobei der Verbrauch teilweise um mehr als zehn Prozent schwanken könne, was einerseits an Witterungseinflüssen, sprich sogenannte Kalt- oder Warmjahre, sowie am Verbraucherverhalten selbst läge, erklärt der Fachmann weiter. Ein KWh kostet in der Grundversorgung 5,45 Cent.

Die Niederlande fördern künftig weniger L-Gas

Aus Spaß an der Freude hat die Stadt die Gas-Umstellung übrigens nicht umgesetzt. „Das hat uns die Bundesnetz-Agentur vorgeschrieben“, sagt Punessen. Denn das L-Gas kommt überwiegend aus den Niederlanden und soll dort langfristig nicht mehr aus dem Boden geholt werden, weil es deswegen in den betreffenden Regionen wohl immer häufiger zu Erdbeben kommt. Das ergiebigere H-Gas kommt über den vorgelagerten Netzbetreiber, und zwar Thyssengas, nun vorwiegend aus Norwegen und Russland.

Rees stellte deutschlandweit als eine der ersten Städte um

Bei den Stadtwerken sei man jedenfalls froh, gleich als einer der ersten deutschlandweit auf H-Gas umgestellt worden zu sein. „Das hat auch mit Versorgungssicherheit zu tun“, findet Wolfgang Punessen.

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