Konzert

Stella Scholaja gibt ihr erstes Konzert mit eigener Band

Stella Scholaja beim Konzert der Lebenshilfe in Rees-Groin.

Stella Scholaja beim Konzert der Lebenshilfe in Rees-Groin.

Foto: Ralf Synowzik

Rees/Wesel.  Die Musik gibt Stella Scholaja soviel, dass die Reeserin ihr neues Leben liebt. Ihr erstes Konzert bestreitet am 22. Juni im Scala in Wesel.

Kai Naß möchte für seine Firma für Veranstaltungstechnik ein Promotion-Video drehen und bat Stella Scholaja darum, dafür einen Song zur Verfügung zu stellen. Aufnahmeort sollte das Scala Kulturspielhaus in Wesel sein. Stella hatte eine bessere Idee: „Lass uns ein richtiges Konzert daraus machen. Mit Band“, schlug die Liedermacherin aus Rees vor und lief bei ihm offene Türen ein.

Kennengelernt haben sich beide bei Herzenswünsche, einem bundesweit tätigen Verein, der schwer kranken Kindern und Jugendlichen lang ersehnte Wünsche erfüllt. Hierfür sang Stella, Kai Naß war für die Technik verantwortlich.

Drei Musiker bilden die Band The Boyz

Als im Februar der Plan reifte, fehlt nur eines, die Band. Dank der Freundschaft zu den Musikern vom Buena Ressa Music Club erklärte sich Rainer Dahmen bereit, sich auf die Suche nach einer Band zu begeben. Schließlich fand Stella in Rainer Dahmen, Jens Adems und Ricardo Capello drei Vollblutmusiker, denen sie den Namen The Boyz verlieh: Stella & The Boyz. „Zuvor sind die drei noch niemals gemeinsam aufgetreten. Jetzt haben sie soviel Spaß zusammen, man merke, dass wir uns alle mögen“, ist Stella begeistert. „Für uns alle ist es eine Premiere am Samstag im Scala“, schwärmt die Philosophie-Studentin.

Stella hat den Auftritt selbst konzipiert

13 Songs hat sie für ihr erstes eigenes Konzert ausgewählt, die aber durch das akustische Konzept ganz neu klingen werden, manche ähneln spanischen Arrangements. Für dieses erste Konzert hat Stella alles komplett alleine konzipiert, das Set, das Bühnenbild mit viel Glitter, Discokugel, Licht und Atmosphäre. „Ich konnte meine Kreativität ausleben“, freut sich die junge Frau riesig auf ihren Auftritt.

„Ich werde Songs singen, die man nicht von mir erwartet“, verrät sie. „Stella liebt und lebt ihre Musik mit einer außergewöhnlichen Ausstrahlung. Sie singt aus tiefster Seele heraus und vermittelt pure Herzlichkeit“, beschreibt Kai Naß die Künstlerin.

Keine Erwartung an das Leben stellen

In der Berichterstattung über Stella Scholaja stand mehrere Jahre ihre Erkrankung, eine unheilbare Form der Muskeldystrophie, im Vordergrund. Heute hat ihr Leben eine neue Wendung gekommen, vielmehr hat sie ihm selbst diese Wendung gegeben. „Ich habe gelernt, von Erwartungen, die man an sein Leben stellt, loszulassen. Diese Entscheidung zu fällen war gar nicht so schwer. Ich konzentriere mich darauf, was gut und nicht, was schlecht ist.“

Und noch etwas hat sie gelernt: „Man muss sich selbst gut leiden können. Schließlich muss man mit sich selbst am längsten klarkommen. Ja, seit ich dieses Leben als Sängerin und Songwriterin führe, bin ich richtig glücklich. Ja, ich liebe tatsächlich heute mich und mein Leben.“ Und das schafft ihre Musik und ihre Texte, die vielleicht auch den Zuhörern den Weg in den Einklang mit sich selbst weisen können.

Hier spielt die Musik

Das Konzert beginnt am Samstag, 22. Juni, um 20 Uhr, Einlass 19 Uhr, im Scala Kulturspielhaus, Wilhelmstraße 8-10 in Wesel. Der Eintritt kostet 16 Euro. Karten gibt es in der Pizzeria Adriatico, Markt 9 in Rees, und an der Abendkasse.

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