Hilfsprojekt

Sternsinger-Aktion macht Kindergarten-Bau in Uganda möglich

Bischof Francis Aquirinus Kibira aus dem Bistum Kasese vor dem sich im Bau befindlichen Kindergarten St. Michael.       

Foto: Diözese Kasese

Bischof Francis Aquirinus Kibira aus dem Bistum Kasese vor dem sich im Bau befindlichen Kindergarten St. Michael.      

Haldern.   Durch die Sternsingeraktion in Rees und Spenden aus Kassel ist die Finanzierung des Kindergartens St. Michael in Kasese (Uganda) gesichert.

Das Erdgeschoss des Kindergartens steht. Fenster und Türen sind eingebaut. Es geht voran mit dem Bau des Kindergartens St. Michael in Kasese im Südwesten Ugandas. „Ob dort in naher Zukunft schon Kinder betreut werden, weiß ich nicht“, muss Alfred Dilger zugeben. Zwar hat der Halderner just einen Brief vom Kindermissionswerk (KMW) in Aachen erhalten, diese Frage wird in dem Schreiben jedoch nicht beantwortet. Wie bekannt, wird in Kasese mit Geldern aus Rees, Haldern und Millingen ein katholischer Kindergarten gebaut.

Eingeschossig reicht nicht

Zunächst war dieser in eingeschossiger Bauweise geplant gewesen. Kosten: 98.000 Euro. „Die ersten Gespräche mit Eltern vor Ort haben aber gezeigt, dass weit mehr Bedarf da ist, als sich in der eingeschossigen Bauweise realisieren lässt, so Alfred Dilger, Sprecher des Ausschusses Weltkirche des Pfarreirates von St. Irmgardis. Dieser hatte im Januar 2016 beschlossen, die Erlöse der Reeser Sternsingeraktionen aus den Jahre 2017 bis 2019 für den Bau zur Verfügung zu stellen. Zehn Prozent verbleibt der Diözese Kasese.

Das Geld ist längst zusammen. „Sogar mehr als wir laut erstem Kostenvoranschlag benötigen“, so Dilger. Aber: Die Kosten werden sich erhöhen, weil ja nun zweigeschossig gebaut wird. „Der von den Sternsinger gesammelte, überschüssige Betrag wird vorgehalten für die Finanzierung des zweiten, erweiterten Antrags“, erklärt Alfred Dilger.

War zunächst ein Kindergarten für 120 Kinder geplant, wird er nun 240 Mädchen und Jungen aufnehmen können. Womit sich auch die Zahl der Erzieher verdoppeln wird. Die Erziehung der Kinder erfolgt nach der Montessori-Methode. Die Ausbildung der Erzieher erfolgt im Rosa Mystica Nursery Teachers Training Institut in Fort Portal, dessen Leiterin Agnes Ngaire ist. Die eng mit Bischof Francis Aquirinus Kibira zusammenarbeitet, der sich für die Kindergärten in seiner Diözese Kasese stark gemacht hat und mehrfach zu Gast in der Stadt Rees war. Nicht klar ist, wann die ersten Kinder betreut werden. „Möglicherweise nach Fertigstellung des Erdgeschosses, möglicherweise aber auch erst, wenn der gesamte Bau steht“, sagt Dilger, der in diesem Jahr nach Kasese reisen wollte. „Leider lässt das meine Gesundheit nicht zu“, bedauert er.

Der Kindergarten wird Arbeitsplätze schaffen. Nicht nur sechs Erzieher werden eingestellt, sondern auch eine Koch, eine Kinderbetreuerin, eine Putzfrau und ein Wachmann. Aber auch die benötigten Materialien und Spielgeräte sollen von ortsnahen Herstellern angekauft werden.

Der halbtägige Betrieb des Kindergartens soll durch Gebühren finanziert werden. Die Höhe der Gebühren wird ein Elternbeirat festlegen. Falls eine Zahlung nicht zu schultern ist, dürfen die Eltern auch in Naturalien zahlen, sprich mit von ihnen angebauten Produkten. Kindern aus sehr bedürftigen Familien soll der Kindergarten-Besuch mit Geldern aus dem Bistum Kasese ermöglicht werden. Übrigens: Der Kindergarten wird allen Kindern offen stehen, nicht nur denen, die katholischen Glaubens sind.

Bei den Sternsingeraktionen im Stadtgebiet Rees sind 36.247,22 Euro im Jahr 2017 und jetzt in 2018 sogar 38.863,33 Euro zusammengekommen. Inklusive Geldern aus zwei Kirchengemeinden in Kassel (St. Heinrich und St. Familia), die sich ebenfalls beteiligt haben. „Ich möchte allen Organisatoren und vor allen den Kindern meinen Dank aussprechen“, sagt Alfred Dilger. Auf seine Initiative hin, sind Urkunden entstanden, mit denen den Organisatoren gedankt werden soll. Fehlt nur noch die Unterschrift des Reeser Pfarrers Michael Eiden.

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