Straßenverkehr

Straßen NRW weiß von Problematik bei Kreuzung in Heelden

Zuletzt krachte es im Dezember 2018 heftig an der Kreuzung.  

Zuletzt krachte es im Dezember 2018 heftig an der Kreuzung.  

Foto: Schulmann

Heelden.   Immer wieder kommt es zu teilweise schweren Unfällen an der Kreuzung Millinger Straße/Empeler Straße im Isselburger Ortsteil Heelden.

Immer wieder kracht es an der Kreuzung Millinger Straße/Empeler Straße (B67). Teilweise mit massiven Folgen. Erst Mitte Dezember gab es dort einen Verkehrsunfall mit drei Verletzten. „Gefühlt gibt es dort wöchentlich Blechschäden oder Beinahe-Unfälle“, sagt FDP-Fraktionschef Kevin Schneider.

Deshalb haben die Freien Demokraten auch einen Antrag für den zuständigen Fachausschuss formuliert. „Der Bürgermeister wird gebeten, zu dieser Sitzung einen ausführlichen Bericht über mögliche Maßnahmen zur Verkehrssicherung an der Kreuzung vorzulegen“, so Schneider, der weiterhin fordert, dass es eine kritische Prüfung des Kreuzungsbereichs mit Straßen NRW geben soll.

Prüfung im Oktober

Eben genau so eine Prüfung habe es bereits im Oktober des vergangenen Jahres gegeben, berichtet Frank Schaffeld, Leiter des Fachbereichs 2 bei der Stadt Isselburg. „Diese Problematik hat der Landesbetrieb ebenso wie verschiedene andere bereits erkannt und arbeitet aktuell im Rahmen der dortigen Möglichkeiten an einer Gesamtplanung, die einen längeren Streckenabschnitt und damit mehrere Knotenpunkte der B67 und viele verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigen soll und wird“, erläutert Schaffeld.

„Dies bedeutet eine ausführliche Ausarbeitung der Gesamtplanung, die der Landesbetrieb Straßen NRW letztlich auch mit der Stadt Isselburg näher abstimmen will. Diese Gesamtplanung ist wichtig, da die Verkehrsregelungen an vielen der dortigen Knotenpunkte Einfluss auf andere Knotenpunkte haben.“

Radweg-Realisierung wird nun auch geprüft

In diesem Zusammenhang weist Schaffeld auch darauf hin, dass mit einer Erweiterung des Gewerbegebiets Heelden der Verkehr weiterhin zunehmen wird. Auch die Realisierung eines bereits seit langem geforderten Radweges werde nun auch geprüft.

„Der Landesbetrieb Straßen NRW hat Bürgermeister Carbanje zugesichert, dass diese Ausarbeitung tatsächlich angegangen und nicht, wie man vielleicht befürchten könnte, über viele Jahre hinweg hinausgeschoben wird.

Für Schneider ist die Aussage unbefriedigend

Ebenso wurde zugesichert, dass die Gesamtplanung mit der Stadt Isselburg abgestimmt wird“, berichtet Schaffeld. Der Ball liegt nun bei Straßen NRW, da die Stadt Isselburg nicht für den Kreuzungsbereich zuständig ist.

Für Kevin Schneider ist diese Aussage unbefriedigend. „Ohne Druck passiert da gar nichts“, sagt der FDP-Fraktionsvorsitzende. „Die Stadt muss bei Straßen NRW nachhaken – am besten monatlich.“

Laut Definition handelt es sich bei der Kreuzung streng genommen nicht um einen so genannten Unfallschwerpunkt. Denn dafür müssen sich auf einem bestimmten Streckenabschnitt eine gewisse Anzahl von gleichartigen Unfällen häufen.

Nichtbeachtung des Gegenverkehrs war Ursache

Doch zum Beispiel der schlimme Zusammenstoß von Dezember 2018 ist eben nicht wegen der Unübersichtlichkeit des Kreuzungsbereiches gerade für den sich auf der Millinger Straße befindlichen Verkehr ursächlich gewesen.

Die Ursache dieses Unfalls entstammt der Nichtbeachtung des entgegenkommenden Geradeausverkehrs durch einen Linksabbieger von der B67 in die Millinger Straße Richtung Millingen.

>>SITZUNG DES AUSSCHUSSES AM MITTWOCH

Am kommenden Mittwoch, 16. Januar, tagt der zuständige Ausschuss für Planung, Vergabe und Wirtschaft in der Mensa der Verbundschule am Stromberg. Der öffentliche Teil der Sitzung beginnt um 17.30 Uhr.

Neben dem Antrag der FDP-Fraktion steht unter anderem auch die Ausschreibung für die Anschaffung eines Elektronutzfahrzeuges für den städtischen Baubetriebshof auf der Tagesordnung.

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