Amtsgericht Emmerich

Streit im Treppenhaus endet für Emmericher vor Gericht

Vor dem Emmericher Amtsgericht musste sich nun ein 29-Jähriger wegen Körperverletzung verantworten.

Foto: Kurt Michelis

Vor dem Emmericher Amtsgericht musste sich nun ein 29-Jähriger wegen Körperverletzung verantworten. Foto: Kurt Michelis

Emmerich.   Alkoholisierte Nachbarn aus Emmerich geraten im Hausflur aneinander. Dabei geht eine Brille zu Bruch. Angeklagter vor Gericht einsichtig.

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Backpfeife oder Faustschlag? Wie der Angeklagte seinem Kontrahenten nun die Brille von der Nase geschlagen hat, ließ sich gestern vor dem Emmericher Amtsgericht nicht mehr eindeutig klären. Sein Opfer will einen Faustschlag gespürt haben, der Angeklagte räumt eine Backpfeife ein.

Fest steht: Der 29-jährige Emmericher hat einen Schaden angerichtet – und für diesen will und muss er nun auch gerade stehen. Denn auch wenn Richterin Mareen Hölker das Verfahren gegen ihn einstellte, muss der Angeklagte Schadenswiedergutmachung betreiben – also die Kosten für eine neue Brille zahlen – und zudem 160 Sozialstunden leisten.

Eigentlich verstehen sie sich gut

Zusammen mit seiner Mutter war der Angeklagte vor Gericht erschienen. Einsichtig räumte er sein Vergehen ein. Mit dem Opfer – seinem ehemaligen Nachbarn – versteht er sich wieder gut. Nicht so am 18. Februar dieses Jahres. Da war es zwischen den beiden zu einem Disput gekommen. „Wir waren beide alkoholisiert“, gab der arbeitssuchende 29-Jährige an.

Eigentlich habe man immer gemeinsam gefeiert, doch als sein Nachbar ihm den Zutritt zu seiner Wohnung verwehrte, habe er einfach dessen Sicherung herausgemacht. Es kam zum Streit im Treppenhaus. Und einem Gerangel am dessen Ende die Brille des Opfers kaputt ging. „Mehr zum Glück nicht“, wie das Opfer wohlwollend erklärte. Das sah auch die Richterin so und ließ Milde walten.

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