Stadttheater

The Silhouettes sorgten für faszinierende Formationen

Ein faszinier

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Foto: Marcel Lorenz

Emmerich.   Die Truppe von The Silhouettes traten mit „Amazing shadows“ im Emmericher Stadttheater auf. Körperbeherrschung machte dünne Story wett.

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Zwei Finger werden zum Schnabel, zwei Hände zum Herz. Das kann fast jeder. Anders sieht es aus, wenn sich gleich mehrere Körper zusammen tun, um ein Tier, einen Baum oder gar eine Lokomotive darzustellen. Das taten die Akteure von „The Silhouettes“, die mit „Amazing shadows“ – auf Deutsch „Erstaunliche Schatten“ – im Stadttheater auftraten. Vor Beginn der Show stellten sich die sieben statt ursprünglich geplanten acht amerikanischen Tänzerinnen und Tänzer und ihre Choreografin Lynne Waggoner-Patton mit einer kurzen Verbeugung den rund 300 Besuchern vor, bevor sie hinter einer riesigen Leinwand verschwanden. Darsteller Hunter Krikac, im Programmheft mit angekündigt, fehlte.

Künstler zeigten fantastische Leistungen

In vielen Szenen erzählt wird die rührselige und amerikanisch-kitschige Liebesgeschichte von Jonny und Anny, die inhaltlich ziemlich dünn war. Das Manko wurde jedoch durch die fantastischen Leistungen der Künstler wett gemacht, die hinter der Leinwand mit Kraft, Koordination und Akrobatik die Schatten lebendig werden ließen. Dabei war die Leinwand meist farbig angestrahlt, zeigte Landschaften oder Orte – je nachdem, wo sich die Protagonisten gerade befanden. Zum Beispiel auf der Weltreise, wo sie das Taj Mahal in Indien oder die Sphinx in Ägypten bestaunten – ebenso wie das Publikum, das für die aus menschlichen Körpern dargestellten Motive oft Szenenapplaus spendierte. Auch die Lokomotive, der Bär oder der freundlich mit dem Schwanz wedelnde Hund waren sehr gut zu erkennen und machten deutlich, wie viel Teamarbeit und akrobatisches Know How hinter jedem Schattenbild steckten.

Die Truppe war perfekt aufeinander eingestellt

Nicht umsonst hatte der Sprecher eingangs gesagt, dass ein einziger winziger Fehler eines Ensemblemitglieds die Silhouette zusammenbrechen lassen würde. Ist in Emmerich aber nicht passiert. Die Truppe war perfekt aufeinander eingestellt. Klar, hatte sie sich doch in einem Talentwettbewerb in Amerika bis ins Finale getanzt. Und so wirbelte sie über die Bühne, drehte Pirouetten, schlug Purzelbäume und ließ kurzweilige und immer wieder neue Bilder entstehen und vergehen. Bei faszinierenden Formationen und dominierenden Tanzeinlagen bewiesen die Künstler Körperbeherrschung bis in die Fingerspitzen. Die Zuschauer sahen die Akteure wie Scherenschnitte in unterschiedlichsten Größen, denn wenn sich ein Darsteller dem Strahler näherte, wurde er zum Riesen. Stimmungsvolle Musik und ausdrucksstarke Videoprojektionen sorgten zusätzlich für ein außergewöhnliches Erlebnis.

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