Comedy

Tim Wehlan wusste in der Haldern Pop Bar zu begeistern

Tim Whelan unterhielt sein Publikum kurzweilig in der Haldern Pop Bar.

Tim Whelan unterhielt sein Publikum kurzweilig in der Haldern Pop Bar.

Foto: ERWIN POTTGIESSER

Haldern.   Der Engländer machte sich über die deutsche Sprache lustig. Sein gutes Deutsch will er größtenteils Teils in Berliner Kneipen gelernt haben.

„Hallo Herr WLan!“, schallt es durch die Haldern Pop Bar, während sich Tim Whelan aus England über sich selbst und die deutsche Sprache lustig macht. Am Mittwoch Abend konnten sich die Gäste der Haldern Pop Bar über die Comedy von Tim Whelan freuen.

Einige Tische und Hocker vor der Bühne hatte man herangeschafft, um die Bar comedy-tauglich zu machen. „Das war der coolste Soundcheck überhaupt! In Haldern hat man es im Griff“, plauderte Whelan über die Vorbereitungen. Mit seinem Programm „WLan – Whelan verfügbar“ kam er in Haldern gut an.

Sein gutes Deutsch habe er größtenteils in den Kneipen von Berlin gelernt. Mit „Mann Mann Mann“ und „Muss ja, ne!“ käme man da schon sehr weit. Auch gab er eine Kostprobe von den Stimmen und Dialekten, die er spielend leicht nachahmen konnte.

Sogar sächsisch ging dem Engländer leicht über die Lippen. Wie auch andere war er über den Brexit nicht erfreut. „Ich brex zurück!“, verkündete er. Mit einem irischen Pass wäre sein Plan geritzt. Er hänge nicht sehr an seinem Land: „Das Patriotischte, was ich je gemacht habe, war für 20 min. mit krebsroten Armen die englische Flagge zu machen“.

Auch England bekam sein Fett weg

Auch das typisch Deutsche wurde auf die Schippe genommen. So sei das ultimative passiv-aggressive Wort „meinetwegen“. Da musste jeder ein bisschen über sich selbst schmunzeln. „Wir machen jetzt eine Pause von fünf Minuten, die zehn Minuten dauert und in 15 Minuten sehen wir uns wieder!“ war seine Ankündigung der Unterbrechung.

Nicht nur Witze reißen konnte der in Berlin wohnende Engländer. Auch Singen: So erfreute er sein Publikum mit Liedern über Katzen im Zug. Auch die typisch deutschen Getränke wurden auf die Schippe genommen. So auch das Radler als die Hälfte eines Bieres: „Ich trinke ein Radler, um die Hälfte meiner Probleme zu vergessen“, sang er.

Ein vielseitiger Auftritt! Und immer wieder ging der Künstler auf sein Publikum ein. Haldern nannte er ein „Hipster-Dorf“. Aber auch sein Heimatland England bekam in seinen Witzen sein Fett weg. „Der Comedian macht es wegen dem Geld, der Poetry Slammer macht es wegen des Geldes und als Engländer macht man es des Geldes wegen. Schließlich hält man als Engländer einiges auf sich“, witzelte er selbstironisch.

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