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Trotz Zerschlagung: Real-Standort in Rees glaubt an Zukunft

Der Real-Standort in Rees ist nach wie vor erfolgreich. Deshalb scheint man sich keine Sorgen wegen der Verkauf-Pläne der Metro zu machen.

Der Real-Standort in Rees ist nach wie vor erfolgreich. Deshalb scheint man sich keine Sorgen wegen der Verkauf-Pläne der Metro zu machen.

Foto: Konrad Flintrop / Funke Foto Services GmbH

Rees.  Die Metro will sich von Real-Standorten trennen. Geschlossen wird Rees nicht, ist man sich dort sicher. Verkauf bereitet keine Sorgen, heißt es.

Die Kunden, davon viele aus den Niederlanden, sind im Einkaufsmarkt unterwegs. Die Verkäuferinnen stehen freundlich mit Rat und Tat zur Seite, wenn Fragen aufkommen. Die Atmosphäre beim Real-Einkaufsmarkt in Rees wirkt entspannt. Und die Stimmung beim Personal sei gut, erfuhr die NRZ – obwohl man nicht ausschließen kann, dass auch dieser Standort von der Muttergesellschaft Metro verkauft wird. „Wir sind erfolgreich“, heißt es nur. Das schütze jedenfalls vor einer Schließung.

Während in Wesel und anderswo die Sorge groß ist unter der Real-Belegschaft, scheint man die Entwicklung in Rees eher gelassen zu sehen. Wie bekannt, will die Metro, die bundesweit 277 Real-Standorte hat, Häuser schließen, behalten oder verkaufen. Wie viele, ist noch offen. Und an wen, auch. Als Interessent hatte zuletzt Marktkauf, die SB-Warenhaus-Marke von Edeka, den Hut in den Ring geworfen. Es geht offensichtlich um die Übernahme von 87 Standorten.

„Was den Erlös betrifft, liegen wir in unserer Region weit vorne“

Nach NRZ-Informationen sollen auch schon vor einigen Wochen Edeka-Mitarbeiter vor Ort gewesen sein, um sich den Standort, der voriges Jahr sein 40-jähriges Bestehen in Rees gefeiert hatte, genauer anzuschauen. Wer letztlich den Zuschlag erhält, scheint aber noch völlig offen.

„Was den Erlös betrifft, liegen wir in unserer Region weit vorne“, hatte der Geschäftsleiter noch im vorigen Jahr verkündet. Und das der Standort Rees Zukunft habe. Daran scheint sich nicht viel geändert zu haben. Denn mit einer ähnlich lautenden Information kehrte jetzt auch der städtische Wirtschaftsförderer Heinz Streuff nach einem Besuch bei Real ins Rathaus zurück.

Real-Warenhaus ist ein wichtiger Vollsortimenter für die Stadt

Man stehe als Real gut da, das Warenhaus am Grüttweg hat eine gute Basis, habe ihm Geschäftsleiter Ulrich Schuchardt mitgeteilt. Das es gut läuft, dürfte die Stadt gerne gehört haben. Denn Real ist für Rees ein wichtiger Vollsortimenter, bietet viele Waren an, die man sonst so in der Stadt nicht bekommt.

Ganz zu schweigen von den über 120 Mitarbeitern, die auf der 5800 Quadratmeter großen Verkaufsfläche tätig sind. Ihnen dürfte es letztlich egal sein, ob sie künftig noch unter dem Label Real oder etwa unter Marktkauf ihr Geld verdienen. Wobei man erwarten kann, dass ein neuer Pächter der vor drei Jahren verkauften Immobilie sogar kräftig in den Standort investieren wird.

Mit einer Schließung rechnet wegen der guten Zahlen niemand

Wie gesagt: Mit einer Schließung rechnet wegen der sehr guten Zahlen keiner im Haus, dessen Schwerpunkt stärker auf dem Lebensmittelsektor, gerade was Frische-Produkte betrifft, liegt. Das Non-Food-Sortiment habe sich teilweise auf das Online-Geschäft verlagert, hieß es 2018. Auch Real selbst hat in den vergangenen Jahren seinen Online-Marktplatz ausgebaut und bietet dort mittlerweile rund zwölf Millionen Produkte an.

Von heute auf morgen wird die Entscheidung, wie genau es weiter geht auch in Rees, nicht fallen. Man gehe davon aus, dass das auch noch bis zu einem Jahr dauern kann, heißt es.

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