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U18-Wahl: Pfadfinder Isselburg gewinnen den ersten Platz

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Die Isselburger Pfadfinder, hier bei einer Baumpflanzaktion am Alten Wasserwerk, konnten mit ihrer Baumstamm-Urne punkten.

Die Isselburger Pfadfinder, hier bei einer Baumpflanzaktion am Alten Wasserwerk, konnten mit ihrer Baumstamm-Urne punkten.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Isselburg.  Die Pfadfinder Isselburg gewinnen den ersten Platz beim kreisweiten U18-Wahlurnenwettbewerb. So konnte das Team bei der Jury punkten.

Die Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ist vorbei. Doch nicht nur Erwachsene gaben ihre Stimme ab, sondern auch Kinder und Jugendliche im Kreis Borken.

Sie hatten im Rahmen des Aktionsprojekts „Deine Meinung zählt! | U18-Landtagswahl im Kreis Borken“ der Kinder- und Jugendförderung des Kreises Borken die Möglichkeit, ihre Wunschpartei zu wählen und somit ihr politisches Interesse zu zeigen.

Über 1000 Jugendliche beteiligten sich an der Wahl

„Rund 1.150 Mädchen und Jungen beteiligten sich an der Wahl“, sagte Sandra Berlekamp, zuständige Abteilungsleiterin beim Kreis. Insgesamt acht Kommunen nahmen am Projekt teil. Dazu gehörten Heek, Isselburg, Legden, Raesfeld, Rhede, Schöppingen, Stadtlohn und Vreden.

In zwei Projektwochen vom 25. April bis zum 5. Mai beschäftigten sich die Kinder und Jugendlichen bei verschiedenen Aktionen mit den Themen Demokratie, Politik und Wahlen in den teilnehmenden Kommunen.

Klima und Vielfalt als zentrale Themen der Urnen

Ein Highlight der Woche war der Wahlurnenwettbewerb. Bis zum 29. April konnten die Jugendlichen vor Ort gemeinsam eine Wahlurne nach ihren Vorstellungen gestalten. Sie kamen bei der U18-Wahl am 6. Mai auch zum Einsatz. „Bei der Wahlurnengestaltung setzten sich Kinder und Jugendliche kreativ mit gesellschaftlichen und politischen Themen auseinandergesetzt und brachten dies somit sichtbar zum Ausdruck. Dabei war deutlich zu erkennen, dass die Themen Klima und Vielfalt ganz besonders im Fokus standen“, erklärte Sandra Berlekamp.

Passend zur Landtagswahl wurden die sieben Exemplare (eine Kommune bastelte keine Urne) im Foyer des Kreishauses in Borken ausgestellt und vom Kreisdirektor Dr. Ansgar Höster, Brigitte Watermeier, Fachbereichsleiterin Jugend und Familien im Kreis Borken, Christel Wegmann, Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses des Kreises, und Silke Röhling, Leiterin des kult in Vreden, prämiert. Zu den Auswahlkriterien gehörten die Fragen: Hat die Wahlurne ein Thema und wie kreativ ist sie gestaltet?

Isselburger Pfadfinder konnten mit einem ausgehöhlten Baumstamm punkten

Den ersten Platz gewannen die Pfadfinder aus Isselburg, die einen Teil eines Baumstammes aushöhlten und zu einer Urne umfunktionierten. Der zweite Platz ging nach Rhede an die Jugendhäuser „Gönni“ und „VillaBacho“. Die Themen Umwelt, Feminismus und Diversität wurden künstlerisch dargestellt. Über den dritten Platz freuten sich die Mädchen und Jungen des Jugendhauses „Pool“ aus Legden und der Paulus van Husen Schule aus Rosendahl, die gemeinsam mit farbigem Krepppapier Akzeptanz, Toleranz, Vielfalt und Individualität zum Ausdruck brachten.

Die Gewinner des ersten Platzes fahren bald gemeinsam nach Düsseldorf zum Landtag und erhalten dort einen exklusiven Blick hinter die Kulissen. Die Zweit- und Drittplatzierten erhalten ebenfalls ein Present. Kreisdirektor Dr. Ansgar Hörster lobte das Projekt. „Die Jugendlichen erfuhren, wie Demokratie funktioniert.“ Auch der Zeitpunkt – parallel zur Landtagswahl – sei gut gewählt gewesen. „So konnten sich die Mädchen und Jungen zu Hause mit ihren Eltern über das Thema Wahl austauschen und beispielsweise auch fragen, ob Mutter und Vater denn wählen gehen würden“, sagte er.

Kreis will weiter das politische Interesse der Jugendlichen fördern

Das Team der Kinder- und Jugendförderung freute sich besonders darüber, dass sich so viele Jugendliche im Kreis mit dem Projekt erreichten wurden. „Es war ein großer Erfolg“, resümierte Sandra Berlekamp. Die Jugendlichen tauschten sich untereinander sowie mit pädagogischen Fachkräften über Politik aus. Somit wurde die Ziele Mitbestimmung fördern und politisches Interesse wecken erreicht.

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendarbeit haben jetzt die Möglichkeit, mit den Ergebnissen des Projekts zu arbeiten und Jugendliche in ihrer kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen zu begleiten und zu unterstützen“, schilderte Sandra Berlekamp. Künftig plant das Team, ein wiederkehrendes kreisweites Format zur Förderung des politischen Interesses und der Demokratiebildung für Kinder und Jugendliche zu initiieren.

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