Wirtschaft

Umweltministerin Hendricks besuchte Reeser Röstanlagen-Bauer

Firmeninhaber Alwin Böing erklärt Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks beim Firmenbesuch den Bau von Röstanlagen.

Foto: Thorsten Lindekamp

Firmeninhaber Alwin Böing erklärt Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks beim Firmenbesuch den Bau von Röstanlagen. Foto: Thorsten Lindekamp

Rees.   Bundesumweltministerin Barbara Hendricks besuchte die weltweit tätige Firma IMS Maschinen- und Anlagenbau. Die will absehbar expandieren.

Die Anlagen stehen weltweit, in Venezuela ebenso wie in China und den USA. „Zur Zeit verhandele ich unter anderem über einen Auftrag für den Jemen“, sagt Alwin Böing. Der 57-Jährige ist Geschäftsführer und Inhaber der Firma IMS Maschinen- und Anlagenbau. Die konstruiert und fertigt in Rees hoch komplexe Röstanlagen.

Das Unternehmen wurde erst 2004 von Alwin Böing gegründet

Was das Unternehmen macht, das erst 2004 von Alwin Böing gegründet wurde, darüber informierte sich jetzt Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks. Beide kennen sich schon von Shuttle-Flügen zwischen Düsseldorf und Berlin. Jetzt nahm die Ministerin die Einladung zum Firmenbesuch an.

Die Größte Anlage steht in Berlin

Und zeigte sich nach einem Gespräch mit dem Inhaber und einer kurzen Besichtigung der Fertigungshalle sichtlich beeindruckt. Immerhin beschäftigt das noch junge Unternehmen 50 Mitarbeiter, kauft die Zulieferkomponenten für Maschinen und Anlagen zu 90 Prozent in Deutschland – „Hiervon immerhin 80 Prozent aus regionalen Betrieben“, hob Hendricks im anschließenden Pressegespräch hervor.

Die Auftragsbücher der Firma an der Empeler Straße 111 sind für 2017, sogar bis Mitte nächsten Jahres gut gefüllt, sagt der Maschinenbauer, der sich in den ersten Jahren des Firmenbestehens zunächst auf Reparaturen, Überholungen und Modernisierungen existierender Maschinen und Produktionsanlagen konzentriert hatte.

Im aktuellen Jahr gibt es Aufträge für den Bau von sechs Röstmaschinen

Ab 2006 begann man dann damit, eigene Röstanlagen, sowie die dazugehörige Anlagentechnik für die Kaffee- und Nuss-Industrie zu konstruieren, am Standort Rees zu fertigen, weltweit zu vertreiben und natürlich auch in Betrieb zu nehmen. „In diesem Jahr werden wir sechs Röstanlagen bauen“, ist der Reeser zufrieden.

Die Anlagen kosten je nach Umfang und Ausstattung bis zu zwei Millionen Euro, die Bauzeit beträgt bis zu sechs Monaten. Die größte Anlage steht übrigens in Berlin und kann bis zu vier Tonnen Kaffee-Bohnen verarbeiten.

Alwin Böing denkt über eine Expansion in Rees nach

Wie gesagt: Die Geschäfte laufen gut. So denkt Alwin Böing über eine Expansion in Rees nach, will weitere Maschinenbau- und Vertriebsingenieure, sowie Metall- und Maschinenbauer einstellen.

„Gerne auch Asylbewerber“, betont er. Dazu müsse er aber wissen, wie man überhaupt Kontakt zu ihnen bekommen kann, sagt der umtriebige Mann, der eine kleine, aber feine und weltweit operierende Firma leitet. Und weiter ausbaut.

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