Soziales

UN-Kinderrechtskonvention: Projekt mit Reeser Jugendlichen

Auch gemeinsames Musizieren gehörte zum Projekt.                         

Auch gemeinsames Musizieren gehörte zum Projekt.                         

Foto: Theodor-Brauer-Haus

Rees.  Jugendliche aus dem Kreis Kleve und Ahaus beschäftigten sich zum Tag der UN-Kinderrechtskonvention, die 30 Jahre alt wurde, mit Recht auf Bildung.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Zum Tag der UN-Kinderrechtskonvention haben sich Jugendliche aus Kleve, Geldern, Rees und Ahaus mit dem Artikel 56 „Recht auf Bildung“ beschäftigt. „Jeder kann von jedem lernen“ – unter diesem Motto stand die Vorbereitung und Durchführung dieses Jubiläums in der konkreten Umsetzung der Jugendlichen.

Die hatten sich mit jungen Geflüchteten zum „Recht auf Bildung“ auseinandergesetzt und die ganz unterschiedlichen Sichtweisen ausgetauscht. Schlechte Schulerfahrungen, geringe Wertschätzung des eigenen Schulabschlusses auf der Förderschule, Schulmüdigkeit und Mobbing haben für einige der Jugendlichen aus Kleve, Geldern, Rees und Ahaus die Schulerfahrungen geprägt. Wertschätzung und Respekt hätten sie sich gewünscht.

In Ahaus sprachen sie mit einem afghanischen Jugendlichen

In Ahaus sind sie einem afghanischen Jugendlichen begegnet, der im Gefängnis war, weil er für seine Schwester das Recht auf Bildung, auf Schule geltend gemacht hat. Das Theodor-Brauer-Haus Berufsbildungszentrum Kleve, verantwortlich für die Jugendlichen aus dem Kreis Kleve, und das Berufsorientierungszentrum Ahaus haben dieses Projekt gemeinsam umgesetzt.

Vollgepackt mit Materialien, Informationstafeln voller Fotos aus der Arbeit vor Ort und einem großen Bus ging es auf nach Nijmegen an die Hochschule HAN. Dort hatten mehr als 30 junge Menschen dreifach die Grenzen, ihre Grenzen (?), überschritten: Denn sie sind in die Niederlande gefahren und haben an der Hochschule HAN mit Studierenden im Fach „soziale Arbeit“ Workshops durchgeführt.

Im Zuge eines Rollentausches wurden sie zu Dozenten

Die Jugendlichen hatten dort einen Rollentausch vorgenommen und die Erstsemester-Studierenden in Workshops angeleitet, ein Insektenhotel zu bauen, einen Tannenbaum aus Holz auszusägen, Bilder zu gestalten im Kreativworkshop, Verzierungen aus Marzipan herzustellen oder ein Fahrrad zu reparieren. Voller Begeisterung konnten die Studierenden und Jugendlichen des Musikworkshops nach zwei Stunden den Musikraum rocken.

Als „Dozenten“ in den Workshops gelang es den jungen Menschen, ihre kreativen und handwerklichen Fähigkeiten zu zeigen und die Studierenden zu unterweisen. Das Feedback der Studierenden, die zum ersten Mal einen Einblick in die Praxis der sozialen Arbeit nahmen, war überaus positiv: „Wir haben viel gelernt“ und „Spaß gehabt“. Trotz der vorhandenen Sprachbarrieren war eine Verständigung möglich – jeder in seiner eigenen Sprache.

>>Kreativpädagogen unterstützten das Projekt

Das Projekt konnte mit der Unterstützung der beiden Kreativpädagogen Albert Sanders und Peter Eckartz, die als Dozenten an der HAN arbeiten, erfolgreich mit fast 70 deutschen und niederländischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen durchgeführt werden.

Das Land NRW fördert dieses Projekt durch die Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit NRW und Mitteln aus dem Sonderprogramm das MKFFI (Ministerium für Kinder, Familien, Flüchtlinge und Integration) zum 30-jährigen Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben