Jubiläum

Vor 20 Jahren eröffnete die Tourist-Info an der Promenade

Schlüsselübergabe zur Eröffnung des Info Center Emmerichs am 5. September 1999 zum Stadtfest mit dem Thema „Emmerich kunterbunt“. Auf dem Foto zu sehen sind Dr. Manon Loock-Braun (v.l.), Horst Boch, Elfie Peters und Ludger Heyming.

Schlüsselübergabe zur Eröffnung des Info Center Emmerichs am 5. September 1999 zum Stadtfest mit dem Thema „Emmerich kunterbunt“. Auf dem Foto zu sehen sind Dr. Manon Loock-Braun (v.l.), Horst Boch, Elfie Peters und Ludger Heyming.

Foto: Info Center Emmerich

Emmerich.  Die Emmericher Tourist-Info feiert Geburtstag: Seit 20 Jahren ist sie ein Anlaufpunkt an der Rheinpromenade. Angebot wurde stetig erweitert.

Der Umzug fiel nicht schwer. Und war schnell erledigt. Kein Wunder: „Es gab damals ja nur zwei Ordner und vier Prospekte. Und vielleicht noch einen Stuhl, der eingepackt werden musste“, lacht Dr. Manon Loock-Braun.

Vor 20 Jahren zog die Eltenerin – damals gerade frisch eingestellt bei der Stadt Emmerich und seither auch zuständig für den Bereich Tourismus – aus einem kleinen Raum im Rheinmuseum an die Rheinpromenade. Dort, wo sich heute das Restaurant Vitas befindet, eröffnete das Info-Center Emmerich, im Rahmen des Stadtfestes, erstmals offiziell seine Pforten.

40 Quadratmeter für den Tourismus

Auf 40 Quadratmetern und ermöglicht durch Fördermittel des Landes. „Viele haben diesen Schritt belächelt und gefragt, ob das wirklich nötig und der Tourismus so wichtig für die Stadt sei“, erinnert sich die Tourismus-Chefin heute. „Nach Emmerich? Da kommt doch keiner hin“, sagten die Kritiker. Loock-Braun und ihr Team haben den Kritikern über die vergangenen 20 Jahre getrotzt.

Der Umzug und die Eröffnung des ICE an der Promenade – die Idee stammt übrigens vom damaligen Kulturchef Ludger Heyming – war ein Glücksgriff. 2018 nahmen etwa 15.000 Menschen eine touristische Dienstleistung im ICE in Anspruch. Die Zahl derer, die die Hansestadt als Touristen besuchen, ist natürlich noch viel größer. Wer ins ICE kommt, will übrigens vor allem eines: „Detaillierte Infos“, weiß die Tourismuschefin. Am liebsten in Form von Geheimtipps.

2007 stand weiterer Umzug an

Aus den heutigen Vitas-Räumen zog Emmerichs Tourist-Info 2007 aus. Zur Eröffnung der neuen Rheinpromenade vergrößerte sich die Info – und fand gleich im Haus nebenan Platz. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung und Stadtmarketinggesellschaft.

Auf 300 Quadratmetern wird hier gemeinsam gearbeitet. Der Ort an der Promenade ist und bleibt für Loock-Braun perfekt. „Hier nimmt man uns wahr“, sagt sie.

Perfekter Platz an der Promenade

Nicht nur, weil die Promenade am Rhein ein Publikumsmagnet ist. Auch zwei Radwege führen hier entlang. „Einer wird auch gern von internationalen Gästen genutzt“, weiß die Fachfrau.

Im Bereich der Tourist-Info arbeiten derzeit sechs Mitarbeiter fest angestellt. Damit die Gäste aber perfekt betreut werden, gibt es ein Team von rund 30 Ehrenamtlichen. Hinzu kommen noch die Müller und Ehrenamtliche, die sich um den Drususbrunnen kümmern.

Mittlerweile an die 300 Prospekte im Angebot

Aus den zwei Ordner und vier Prospekten der Anfangstage ist über zwei Jahrzehnte natürlich mehr Infomaterial geworden. 300 Prospekte – natürlich nicht nur für Emmerich – hält das ICE vor. Es gibt zudem Souvenirs, eine Vielzahl an Führungen, die gebucht werden können. Auch hat das ICE ein Buchungssystem für die 50 Ferienwohnungen aufgebaut. „Angefangen haben wir im Übrigen mit einer“, sagt Loock-Braun nicht ohne Stolz.

„Was hier in den vergangenen Jahrzehnten auf die Beine gestellt wurde, ist schon beeindruckend“, sagt auch Wirtschaftsförderin Sara Kreipe. Zumal der Tourismus eine verkannte Sparte sei.

Wünsche für die Zukunft

Natürlich ist auch diese Branche stetig im Wandel. „Alles wird digitaler“, weiß Loock-Braun. Eine Stadtführungs-App wäre daher in Zukunft für Emmerich denkbar und damit eine Sache, mit der sich das Tourismusteam in nächster Zeit auseinandersetzen will. Die zweite Tourist-Info, hoch oben auf dem Eltenberg ist ein weiteres Projekt. „Und natürlich wollen wir Qualitätssicherung betreiben“, so Loock-Braun.

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