Politik

Weiterer Schritt zum Aufbau des Stadtarchivs Isselburg

Die Dokumente müssen auch digitalisiert werden.

Die Dokumente müssen auch digitalisiert werden.

Foto: Uwe Schaffmeister

Isselburg.   Der zuständige Fachausschuss der Stadt Isselburg hat die Zuschlagskriterien für die Vergabe zum Neuaufbau des eigenen Archivs festgelegt.

Das Archiv der Stadt Isselburg ist in einem nicht tragbaren Zustand. Das schon seit Jahren. Langsam aber sicher werden jetzt die Schritte in Angriff genommen, um ein funktionierendes Archiv aufzubauen. „Der Ratsbeschluss wird jetzt konkretisiert“, klärte Dr. Theodor Beine (SPD) in seiner Funktion als Vorsitzender des Ausschusses für Planung, Vergabe und Wirtschaft, als er auf der jüngsten Sitzung den Tagesordnungspunkt aufrief.

Vollständige Inventarisierung ist geplant

Es ging um die Kriterien für die Vergabe des Auftrags zum Neuaufbau des Archivs der Stadt Isselburg einschließlich vollständiger Inventarisierung, Katalogisierung (Überarbeitung der Findbücher), Neuordnung und systematischer Ablage sowie Teildigitalisierung im Wege einer öffentlichen Ausschreibung. Uwe Übelacker (Grüne) stellte zu Beginn der Diskussion zwei Fragen: „Wer macht die Ausschreibung und wie hoch sind die zu erwartenden Kosten?“ Für die Verwaltung antwortete Beigeordneter Alexander Herzberg. So werde der Landschaftsverband Westfalen-Lippe in einer beratenden Tätigkeit die Ausschreibung begleiten. Was die Kosten anging, stocherte auch Herzberg im Nebel. „Die werden uns sicher kein Angebot zum Festpreis machen“, meinte der Beigeordnete und Kämmerer in Personalunion, „denn aktuell ist noch vollkommen ungeklärt, wie viele Akten gesichtet werden müssen.“

Noch sind keine Räume gefunden

Felix Kleideiter (SPD) merkte an, dass er schon einen Festpreis bevorzugen würde. Olaf Roßmüller sprach einen anderen wunden Punkt an. „Wo sind eigentlich die Räumlichkeiten?“, wollte der Christdemokrat wissen. Hier schwebt immer noch ein möglicherweise geplanter Umzug der Verwaltung in das alte Realschulgebäude am Stromberg über den Köpfen. Johann Radstaak (SPD) sah es als wünschenswert an, dass das zukünftige Archiv räumlich in unmittelbarer Nähe zur Verwaltung verortet werden soll. „Das ist manchmal nicht möglich“, gab Dr. Beine zu bedenken.

Das Archiv soll mit halber Stelle besetzt werden

Zudem bekräftigte Roßmüller noch einmal die Haltung seiner CDU-Fraktion: „Eine Vollzeitstelle nur für das Archiv sehen wir überhaupt nicht.“ In diesem Punkt, klärte Herzberg auf, sei eine halbe Stelle mit Sperrvermerk versehen, bis das Archiv dann aufgebaut ist. Eben für diesen Aufbau soll nun ein Fremdunternehmen beauftragt werden.

Einstimmiger Beschluss für die Zuschlagskriterien

Die Ausschussmitglieder votierten dann auch einstimmig für die vorgeschlagenen Vergabekriterien. Aufgrund der Natur der Leistung sollte die Erteilung des Zuschlags nicht ausschließlich vom Angebotspreis, sondern auch in erheblichem Umfang von der Qualifikation sowie der Erfahrung des Unternehmens sowie der eingesetzten Mitarbeiter sowie vom vorgelegten Konzept des Archivaufbaus sowie der einzuführenden Struktur abhängen. Aus diesem Grund wurden folgende Zuschlagskriterien festgelegt: 55 Prozent Preis, 30 Prozent Erfahrung und Qualifikation der eingesetzten Mitarbeiter sowie 15 Prozent Konzeption des Archivaufbaus.

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