Betuwe

Wird der Eltenberg einbetoniert?

Ein Teil des Eltenberges soll abgetragen werden, um Platz für die neuen B 8 zu schaffen

Ein Teil des Eltenberges soll abgetragen werden, um Platz für die neuen B 8 zu schaffen

Foto: NRZ

Elten.   Betuwe: Die Emmericher Baumfreunde machen sich Sorgen um die Optik in Elten und die Zukunft der Sportplätze. Diks: Nicht zu früh über ungelegte Eier diskutieren. Info-Veranstaltung am 17. Januar.

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Der Berg ruft. Und die Zukunft der Sportplätze in Elten. Die Baumfreunde „aus Emmerich und Elten“, wie es in der Ankündigung heißt, laden für Freitag, 17. Januar, 18 Uhr, zu einer Informationsveranstaltung zur Betuwe-Planung für Elten ein. Wo? Luitgardisschule an der Seminarstraße.

„Es ist zu ruhig in Elten. Es scheint uns, dass den Eltenern nicht richtig bewusst ist, was auf sie zukommt“, sagt Rüdiger Helmich, Sprecher der Baumfreunde. Drei Aspekte stehen dabei im Fokus:

1. Der Berg. Wie berichtet soll ein Teil des Berges an der Eltener Straße abgetragen werden, damit die neue B 8 da entlang geführt werden kann. „In Höhe eines vierstöckigen Hochhauses soll der Berg dann einbetoniert werden“, umschreibt es Helmich: „Das will doch keiner!“ Die typische Optik des Eltenberges würde gravierend verändert.

2. Die Verlegung der Sportplätze von Fortuna Elten und TV Elten. Gesetzlich sei die Bahn nur dazu verpflichtet den „Schaden“, den sie durch die Bahnverlegung verursacht zu bezahlen. Nicht aber die komplette Errichtung neuer Sportplätze, so Helmich, der auch Vorsitzender des Stadtsportbundes ist. Nach seinen Berechnungen koste die Errichtung neuer Sportplätze samt Vereinsheimen 1,1 bis 1,2 Millionen Euro. „Wer zahlt das?“, fragt er. Bisher habe niemand zugesagt die Kosten zu übernehmen. Für die Vereine könnte das enorme Lasten bedeuten.

3. Der Streckenverlauf: Hier werben die Baumfreunde für den von Johannes Ten Brink (CDU) ins Spiel gebrachten Streckenverlauf (die NRZ berichtete), der nicht teurer sei als die aktuelle Planung, so Helmich. Dabei würde die B 8 auf der jetzigen Bahntrasse verlaufen. Und die Bahn weiter süd-westlich über die „grüne Wiese“. Die Punkte 1 und 2 hätten sich dann erledigt, weil Berg und Sportplätze dann nicht mehr tangiert wären. Außerdem entstünde kein Lärm bringender Kreisverkehr an der Zevenaarer Straße (im Wohngebiet). Die neue B 8 – dann im Charakter einer echten Ortsumgehung – würde erst in Höhe Feldhausener Straße auf die jetzige B 8 treffen.

Bürgermeister lehnt Einladung ab

„Wir wollen die Eltener ermuntern, ihre ureigensten Interessen selbst in die Hand zu nehmen, damit sowohl unnötige Probleme vermieden werden, als auch die Chancen, die in den Baumaßnahmen stecken, genutzt werden“, so Helmich.

Bürgermeister Johannes Diks lehnt es ab, die Einladung der Baumfreunde anzunehmen. Aus seiner Sicht werde zu früh über ungelegte Eier diskutiert. Gerade im Bezug auf die Sportplätze: „Es gibt noch keinen Beschluss. Wir wissen noch nicht, was die Bahn erstattet.“ Dennoch räumt der Bürgermeister ein, dass die Bahn wohl nicht die komplette Neuerrichtung der Sportplätze finanzieren wird. Das Planfeststellungsverfahren werde frühestens in zwei Jahren abgeschlossen sein, die Detailplanung noch ein Jahr später. „Ich bin jetzt noch nicht in der Lage zu sagen, was auf die Stadt oder die Vereine zukommen wird“, so Diks. Zum gegebenen Zeitpunkt werde man analysieren, was die Sportvereine wirklich brauchen. Er könne sich auch vorstellen, dass die Sehnsucht nach einem Kunstrasensportplatz aufkommen werde.

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