Verkehrsunfall

Zwei Frauen verletzt: Erneut kracht ein Auto ins Kappelchen

Beim Verkehrsunfall am Heiligenhäuschen wurden zwei Frauen schwer verletzt. Am Kappelchen entstand ebenfalls ein  großer Schaden.

Beim Verkehrsunfall am Heiligenhäuschen wurden zwei Frauen schwer verletzt. Am Kappelchen entstand ebenfalls ein großer Schaden.

Foto: Polizei

Heeren-Herken.   Schon wieder hat ein Auto in Haldern ein Heiligenhäuschen gerammt und zerstört. Es war erst vor einem Jahr wieder aufgebaut worden.

Es steht unter keinem guten Stern. Das Heiligenhäuschen Herkener Weg/Ecke Haldener Straße. Denn an seinem ersten Geburtstag nach der Einweihung am 10. Oktober vergangenen Jahres, liegt es – erneut – völlig zerstört am Boden.

Bei einem Verkehrsunfall am Dienstag wurde das Kapellchen, wie es die Halderner liebevoll nennen, bei einem Verkehrsunfall in Mitleidenschaft gezogen – und dabei völlig zerstört. Und das zum wiederholtem Male.

Ein VW Passat schleuderte ins Kappelchen

Gegen 7.40 Uhr war am Dienstag eine 43-jährige Frau aus Isselburg in einem VW Passat auf dem Heerener Weg in Richtung Herkener Weg unterwegs. Als die 43-Jährige die Halderner Straße überquerte, stieß sie mit einem von rechts kommenden Opel Astra zusammen. In dem Opel war eine 39-jährige Frau aus Rees auf der vorfahrtsberechtigten Halderner Straße in Richtung Empel unterwegs.

Nach dem Zusammenstoß schleuderte der Opel in das Heilgenhäuschen, welches bekanntlich direkt neben der Kreuzung am Herkener Weg steht. Die beiden Frauen verletzten sich bei dem Unfall schwer. Sie wurden mit dem Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. Das Heiligenhäuschen wurde bei dem Zusammenstoß zerstört. Die beiden Autos mussten abgeschleppt werden.

Im November 2016 gab es schon mal einen Unfall

Bereits im November 2016 war das Heiligenhäuschen schon einmal bei einem Verkehrsunfall stark beschädigt worden. Der Heimatverein Haldern hatte daraufhin den Wiederaufbau organisiert. Und erst vor einem Jahr das neue Heiligenhäuschen eingeweiht.

Das Häuschen erinnert an die Rolle des Heiligen Georg als Schutzpatron der Gemeinde Haldern. Dessen Relief hatte den Unfall in 2016 unbeschadet überstanden – genauso wie die zweite Sandsteinplatte mit den 22 Namen der Gefallenen und Opfer des Zweiten Weltkriegs aus der damals noch selbstständigen Gemeinde Heeren-Herken.

Es musste schon öfter nachgebessert werden

In seiner Rede bei der Einweihung 2017 erinnerte der Geschäftsführer des Heimatvereins Haldern, Günter Teloh daran, wie immer wieder am Kapellchen nachgebessert werden musste. Vor über 30 Jahren musste der Wetterhahn repariert werden. 2002 war der Hahn dann runtergefallen „und 2012 dachten wir nach der Erneuerung des Sandsteins, dass endlich Ruhe ist“. Dann kam die erste große Beschädigung 2016 – und nun die zweite.

Übrigens: Das Heeren/Heerkener Wegekreuz hat nachweislich eine lange und interessante Geschichte. Aus dem Ausschnitt einer Flurkarte von 1753 ist erkennbar, dass bereits 1753 an dieser Stelle ein Kreuzbaum „Kruessenbohm“ stand. Der Kreuzbaum ist ein markantes Zeichen, war Grenzstelle der Herrlichkeit Sonsfeld und der Bauernschaft Heeren/Heerken.

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