Gratulation

Geschichte am Schwelmer Gymnasium geschrieben

Dr. Hans Graf, ehemaliger Direktor des Märkischen Gymnasiums, nimmt aus Anlass seines 90. Geburtstages die Glückwünsche von Rat und Verwaltung aus den Händen von Bürgermeisterin Gabriele Grollmann-Mock entgegen. 

Dr. Hans Graf, ehemaliger Direktor des Märkischen Gymnasiums, nimmt aus Anlass seines 90. Geburtstages die Glückwünsche von Rat und Verwaltung aus den Händen von Bürgermeisterin Gabriele Grollmann-Mock entgegen. 

Foto: Bernd Richter / WP

Schwelm.  Dr. Hans Graf hat als Direktor 23 Jahre lang die Geschicke des Märkischen Gymnasiums Schwelm bestimmt. Mit 60 Gästen feierte er seinen 90.

Er hat in den 23 Jahren (1970-93) seiner Direktorentätigkeit Schulgeschichte am Märkischen Gymnasium Schwelm geschrieben und über 2251 junge Menschen, wie er selber einmal nachgerechnet hat, durchs Abitur gebracht und auf das Leben vorbereitet. Die Rede ist von Dr. Hans Graf, der am Sonntag seinen 90. Geburtstag feiern konnte. Der gebürtige Dortmunder feierte mit rund 60 Wegfährten, dem Rotary-Club, den beiden Söhnen Bernhard und Werner und der Familie im Restaurant „Die Turnhalle“ seinen Ehrentag.

Arbeitskreises Schule und Wirtschaft

Auch das Oberhaupt der Stadt, Bürgermeisterin Gabriele Gollmann-Mock, war gekommen um dem verdienten Schwelmer im Namen von Rat und Verwaltung zu gratulieren. Schule und Wirtschaft war den Pädagogen immer ein Anliegen. Er gehört zu den Mitbegründern des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft und hat damit „Pionierarbeit geleistet“, wie die Bürgermeisterin in ihrer Rede betonte.

Auch die Freunde des Rotary Clubs Gevelsberg gratulierten Dr. Graf. „Du gehörst einfach dazu. Wir hoffen, im nächsten Jahr mit Dir Dein Jubiläum 50 Jahre Rotary feiern zu können“, so Dr. Ina Kerckhoff im Namen des Clubs. „Das ist die frau, die mir tief in die Augen blickt – meine Augenärztin“, revanchierte sich das Geburtstagskind schlagfertig.

Gravierende Veränderungen in der Schul- und Bildungspolitik wurden unter der Leitung von Dr. Graf umgesetzt. Wachsender Liberalität an den Gymnasien hatte er sich in der Folge der 68-er ebenso zu stellen wie der späteren Oberstufenreform mit dem Kurssystem. Gilt heute wieder ein striktes Rauchverbot in der Schule, so hatte sich in der Zeit liberalerer Hausordnungen beispielsweise eine Raucherecke im „Märkischen“ etabliert.

Mit einer Öffnung der Schule in die Berufswelt setzte Dr. Graf besondere Akzente. Unter dem Stichwort „Schule und Wirtschaft“ wandte sich Schule beispielsweise den heimischen Betrieben zu. Industrie und Wirtschaft wurde für die Mitglieder des Kollegiums zu bekannten Größen. Dr. Graf avancierte zum Bundesvorsitzenden des Arbeitskreises, dessen Bedeutung im Zuge einer Öffnung der Schule in die Berufswelt von besonderer Bedeutung werden sollte.

Wandern und Reisen zählten unter anderem in seinem Ruhestand zu seinen bevorzugten Aktivitäten.

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