Schlangenfund

14 Schlangen in Essen gefunden: So geht es jetzt weiter

In Essen-Karnap wurden 14 Schlangen in einer verwüsteten Wohnung gefunden.

In Essen-Karnap wurden 14 Schlangen in einer verwüsteten Wohnung gefunden.

Foto: Justin Brosch / ANC

Essen.  In einer Karnaper Wohnung wurden 14 Schlangen gefunden – eine davon tot. Der Mieter hat sich noch nicht bei der Stadt gemeldet. So geht’s weiter.

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Nachbarn hatten die Polizei alarmiert, weil sie einen üblen Verwesungsgeruch wahrnahmen und das Schlimmste befürchteten. Umgehend machten sich die Einsatzkräfte am Freitag vergangener Woche auf zu der angegeben Adresse in Essen-Karnap. Auf der Suche nach der Quelle für den Gestank drangen die Beamten in die Erdgeschosswohnung des Mehrfamilienhauses an der Straße Mariengarten ein. Statt – wie befürchtet – einer Menschenleiche fanden die Polizisten allerdings den Kadaver einer Schlange und 13 weitere lebendige Reptilien in der verwüsteten Wohnung.

Nachdem die Tiere durch das Veterinäramt eingefangen und in den Terrazoo Rheinberg gebracht wurden, schreibt die Stadt nun zwei Berichte, wie Stadtsprecherin Jasmin Trilling auf Nachfrage berichtet. Einen zur schlechten Haltung. Den anderen zu der Frage, ob die Schlangenarten hier überhaupt leben dürfen. Dann entscheidet die Staatsanwaltschaft, ob sie ein Verfahren gegen den Mann eröffnet, der sich trotz einer an der Wohnungstür hinterlassenen Aufforderung bisher noch nicht bei der Stadt gemeldet hat. Offenbar ist die Mutter des 27-Jährigen, der im Verdacht steht, die Schlangen gehortet zu haben, als Mieterin der Wohnung eingetragen.

Art der in Essen gefundenen Schlangen noch unbekannt

Um welche Arten es sich bei den 14 Schlangen handelt, sei der Stadt indes noch nicht bekannt, sagt Trilling. Augenzeugen des Polizei- und Feuerwehreinsatzes in Karnap hatten berichtet, dass es sich wohl um Boa constrictor, Kornnatter und mehrere Königspythons handeln soll.

Auf den Besitzer der Schlangen könnten Forderungen des Terrazoos Rheinberg für Unterbringung und Futter der Tiere kommen. Auch ein Bußgeld für die nicht fachgerechte Entsorgung des Kadavers wird geprüft.

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