15 Millionen und ein neuer Name fürs Lutherhaus

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GESUNDHEIT. Der alte Titel ist Geschichte: Die Klinik in Steele firmiert zwei Jahre nach ihrer Übernahme nun auch unter Alfried Krupp Krankenhaus.

Zwei Jahre ist es her, dass das evangelische Krankenhaus Lutherhaus durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Krankenhaus gGmbH übernommen wurde. Den Namen durfte die Klinik vorerst behalten. Gestern aber endete die Ära des Traditions-Titels "Lutherhaus": 124 Jahre nach ihrer Gründung ist die Steeler Einrichtung nun mit dem Haus in Rüttenscheid unter dem gemeinsamen Namen "Alfried Krupp Krankenhaus" vereint.

Was wie ein formaler Akt klingt, bringt viele Veränderungen mit sich: "Wir wollen mit dem neuen Markenauftritt beide Standorte mit gleicher Priorität bewerben. Insgesamt gibt es 150 Einzelposten, angefangen bei einheitlichen Flyern und dem Internetauftritt, über Arztkittel bis zu den Zufahrtschildern am Straßenrand", erklärt Horst Jeschke, Vorsitzender der Geschäftsführung des Alfried Krupp Krankenhauses.

In neuen Imagebroschüren werden die Leistungen und das Wertesystem, das hinter dem Namen Krupp-Krankenhaus steht, verdeutlicht. Bereits Ende 2004 wurden Grundlagen für eine vertragliche Kooperation beider Häuser ausgearbeitet. Anfang 2007, nach dem Kauf des Lutherhauses, startete das Projekt "Zusammen wachsen", welches auch die Modernisierung der Klinik in Steele vorsah.

Neues Image ohne Kahlschlag

"15 Millionen Euro sollen in den Standort fließen", meint Jeschke. Ein Teil des Geldes wurde bereits investiert. So verfügen mittlerweile alle Zimmer, die sich früher mit dem Nachbarzimmer ein Bad teilen mussten, über ein eigenes. Außerdem wurden die Gänge und der Operationstisch erneuert. Eine komplette Neugestaltung der Eingangshalle für alleine 1,4 Millionen Euro und weitere Umbauten sollen folgen.

Die Integration soll die Qualität beider Standorte verbessern: "Wir wollen unseren Patienten, Mitarbeitern, Ärzten und Partnern im Rahmen dieser Integration hervorragende Leistungen bieten, besonders in den Bereichen Prävention, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation. Deswegen werden die Prävention und die Rehabilitation an beiden Standorten ausgebaut", erklärt Jeschke.

Wer von Integration spricht, der kann nicht verschweigen, dass eine Übernahme auch mit personellen Einsparungen verbunden ist: "Von den 2000 Mitarbeitern an beiden Standorten können etwa 50 in der Verwaltung betroffen sein", erklärt Geschäftsführer Peter Haun. Einen Kahlschlag soll es aber nicht geben: "Wir wollen nicht mit brachialen Mitteln vorgehen. Im Moment sind keine betriebsbedingten Kündigungen vorgesehen", so Jeschke. Vielmehr soll die Auslastung verbessert werden, denn für den Standort Steele wird zumindest in diesem Jahr noch ein leichtes Defizit erwartet.

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