Stadtteilpolitik

Auf der Margarethenhöhe fehlen Haltepunkte für Reisebusse

Die Margarethenhöhe ist Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen. Sie kommen mit Reisebussen und das bringt Parkprobleme mit sich.

Die Margarethenhöhe ist Anziehungspunkt für zahlreiche Touristen. Sie kommen mit Reisebussen und das bringt Parkprobleme mit sich.

Foto: Hans Blossey

Essen-Margarethenhöhe.   Touristen beasuchen fast täglich die Margarethenhöhe. Die Parkmanöver der Busfahrer nerven die Anwohner. Jetzt handeln die Stadtteilpolitiker.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Gartenstadt Margarethenhöhe ist ebenso wie die Villa Hügel und der Baldeneysee ein beliebtes Ausflugziel für Touristen. So fahren beinahe täglich Reisebusse durch die engen Gassen des Stadtteils, vor allem in der Siedlung Margarethenhöhe I. Und damit verbunden werden die architektonischen Besonderheiten dieser von Georg Metzendorf 1909 entwickelten Siedlung auch gleich per Pedes erkundet. Dazu müssen die Reisebusse allerdings irgendwo parken. Und genau da liegt das Problem.

„Die Busse fahren manchmal mehrmals ihre Runden, um einen entsprechend großen Parkplatz zu finden“, weiß Günther Schröder, SPD-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung III und selbst Bewohner der Margarethenhöhe. „Der Parksuchverkehr ist schon seit Jahren bekannt und auch heute noch ein Ärgernis bei den Bürgern der alten Margarethenhöhe.“

Beratung bei einem Ortstermin

Nun soll endlich die Stadtverwaltung tätig werden, fordern Sozialdemokraten, Bündnisgrüne und EBB und haben einen gemeinsamen Antrag formuliert. Er wird in der Sitzung der Bezirksvertretung am kommenden Donnerstag, 19. April, eingebracht.

Darin wird die Verwaltung gebeten zu prüfen, ob es möglich ist, für den touristischen Reisebusverkehr, der den historischen Teil der Margarethenhöhe anfährt, eine adäquate Parkfläche zur Verfügung zu stellen. Dieses sollte mit den Mitgliedern der BV III bei einem Ortstermin beraten werden.

Dass es nicht so weitergeht wie bisher, macht Schröder eindringlich deutlich: „Oft halten die Fahrer der Einfachheit halber im fließenden Verkehr und lassen die Touristen aussteigen. Ich habe da schon so manch gefährliche Situation erlebt, wo die Leute schnell über die Straße hüpfen mussten oder über die Bahnschienen gelaufen sind.“ Gerade ältere Menschen, unter Umständen mit Rollator unterwegs, hätten da das Nachsehen. „Problemloser ist es am Kleinen Markt, aber auch da ist es ziemlich eng und kaum Platz.“

Aus- und Einsteigeplatz am Brückenkopf schaffen

Dabei gebe es durchaus Haltemöglichkeiten für die Busse, ohne dass andere Verkehrsteilnehmer (Autos, Fußgänger) behindert werden. „Es sollte möglichst am Brückenkopf ein Aus- und Einsteigeplatz geschaffen und durch Kennzeichnung der Parkplätze in der Lührmannstraße zwei Bushalte-/Parkplätze, eingerichtet werden, um die Reisebusse sicher abzustellen.“ So lautet sein Vorschlag, den Grüne und EBB unterstützen.

Vor dem wilden Parkplatz direkt gegenüber dem Brückenkopf (auf dem Verbotes die Autos stehen) könnte ein solcher Bushaltepunkt eingerichtet werden. Schröder: „Das Gelände wird hoffentlich bald von Grün und Gruga renaturiert. Das wäre ein guter Zeitpunkt zu handeln.“

>> Gremium tagt am 19. April im Lighthouse

Die Bezirksvertretung III tagt am nächsten Donnerstag, 19. April, im Lighthouse (ehemalige Pfarrkirche St. Mariä Geburt), Liebigstraße 1. Die öffentliche Sitzung beginnt um 17 Uhr.

Auf der Tagesordnung stehen u.a. folgende Themen: Schulwegsicherung, Parkplatzsituation, Kindergesundheitsmobil und Offener Ganztag.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben