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Auto-Restaurierung macht Langzeitarbeitslosen neuen Mut

In der Werkstatt der Diakonie restaurieren Langzeitarbeitslose französische Oldtimer.

In der Werkstatt der Diakonie restaurieren Langzeitarbeitslose französische Oldtimer.

Foto: Stefan Arend

Essen.  Ob Förderunterricht, Frauenberatung oder eine Oldtimerwerkstatt für Langzeitarbeitslose: Ein neuer Fotokalender zeigt Vielfalt des Jobcenters.

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„Was geht“ lautet der Titel eines Fotokalenders fürs kommende Jahr, mit dem das Jobcenter seine Vielfalt an Angeboten und Qualifizierungsmaßnahmen abbilden will.

„Ob außerbetriebliche Ausbildung, Lernförderung für Schulkinder, oder Angebote, die die Gesundheit fördern – das Jobcenter macht weitaus mehr, als finanzielle Leistungen zu erbringen“, stellt Dietmar Gutschmidt, Leiter des Jobcenters, klar. Mit dem Kalender wolle man deshalb dem herkömmlichen klischeehaften Bild der Behörde entgegen steuern.

Alleinerziehende oft von Arbeitslosigkeit betroffen

„Chancen geben und Chancen nutzen“, fasst Sozialdezernent Peter Renzel das umfassende Beratungsangebot des Jobcenters zusammen, das nur zum Teil in dem neuen Kalender abgebildet wird. So wie die spezielle Förderung für arbeitssuchende Frauen. Dafür ist Anastacia Böhm verantwortlich: „Frauen, und das ist ja allgemein bekannt, haben große Schwierigkeiten, Kinder und Beruf unter einen Hut zu bekommen“, sagt die Beauftragte für Chancengleichheit.

Dies treffe in besonderem Maße auf alleinerziehende Mütter zu: Sie sind besonders häufig von Arbeitslosigkeit und damit von Armut betroffen. Böhms Job ist es, den Frauen den Weg in den Beruf zu ebnen, sie bei der Suche nach einem Kita-Platz wie bei der Suche nach geeigneten Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen zu unterstützen.

Jobcenter setzt sich für gesundheitliche Förderung ein

Eine weiteres Anliegen des Jobcenters ist die gesundheitliche Förderung seiner Kunden: „Wir wissen, dass Arbeitslosigkeit und Gesundheit eng zusammen hängen“, sagt Peter Renzel. Mit einer Vielfalt an Angeboten zwischen Kochen und Gymnastik wolle man das Bewusstsein für die Themen Ernährung und Bewegung schärfen. „Natürlich funktioniert das nur, wenn die Menschen bereit sind, mitzumachen“, ergänzt Dietmar Gutschmidt.

„Wir wollen mit den Kalenderfotos, die allesamt in den unterschiedlichen Einrichtungen entstanden sind, vor allen Dingen neugierig machen und bestenfalls für Gesprächsstoff sorgen“, erklärt Peter Renzel den Sinn der Imagekampagne.

Französische Oldtimer in der Werkstatt restaurieren

Besonders mit einem Foto ist das gelungen: Es zeigt glückliche Männer, die gemeinsam in der Werkstatt der Diakonie französische Oldtimer restaurieren. Das Projekt ist eine öffentlich geförderte Maßnahme für Menschen, die für gewöhnlich keine Stelle mehr finden. Langwierige Krankheiten, Schicksalsschläge, Sucht oder Straffälligkeit - all das sorgt dafür, dass sie dem Arbeitsmarkt für lange Zeit verloren gingen.

Jetzt gibt ihnen die Arbeit mit den Auto-Klassikern nicht nur neue Fertigkeiten, sondern neuen Mut und neue Perspektiven. Ein großer Erfolg, über den im Jobcenter gerne gesprochen wird. Und der jetzt in 1200 gedruckten Kalendern manifestiert ist.

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