Wirtschaft

Bauhaus schließt Filiale in Rüttenscheid nach 47 Jahren

Im Oktober 1970 war Eröffnung, am Samstag nun ist endgültig Schluss: Die Firma Bauhaus schließt den bekannten Laden an der Rosastraße. Foto:Socrates Tassos

Im Oktober 1970 war Eröffnung, am Samstag nun ist endgültig Schluss: Die Firma Bauhaus schließt den bekannten Laden an der Rosastraße. Foto:Socrates Tassos

Essen-Rüttenscheid.   Der alteingesessene Baumarkt an der Rosastraße in Essen öffnet nur noch an diesem Freitag und Samstag. Firma sichert allen Mitarbeitern neue Jobs zu.

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Für die einen ist es ein normaler Vorgang, der sich bereits lange abzeichnete, für andere dagegen das Ende einer Ära. Wie auch immer: Wenn am Samstag, 30. Dezember, um 16 Uhr die Bauhaus-Filiale an der Rosastraße schließt, dann verschwindet nicht nur ein Baumarkt von der Bildfläche, sondern auch so etwas wie einer der zentralen Treffpunkte am Rüttenscheider Stern.

„Uns gab es hier genau 47 Jahre und zwei Monate“, kann auch Geschäftsleiter Klaus Stickdorn eine gewisse Wehmut nicht verhehlen. Immerhin: Niemand der knapp 20 Mitarbeiter verliert laut Firmenangaben seinen Job, alle werden einen neuen Arbeitsplatz in der Umgebung bekommen, heißt es.

Auch wenn das aus Platzmangel eingeschränkte Sortiment auf den nur knapp 2000 m2 in den vergangenen Jahren nicht mehr mit den immer üppigeren Angeboten der weitaus größer aufgestellten Konkurrenz mithalten konnte: Das Haus war nicht nur für die Kundschaft, sondern auch für die Bauhaus-Zentrale von Bedeutung.

Platzmangel ließ nur ein eingeschränkte Sortiment zu

„Wir hätten den Standort gerne behalten“, so NRW-Geschäftsführer Carsten Pauluhn. Der Mann wird wissen, wovon er spricht, schließlich lebt er in Essen und arbeitete einst selbst in dem Haus an der Rosastraße. „Dort habe ich vor rund 30 Jahren meine Ausbildung begonnen.“

Am Ende bliebe der Baumarktkette nun aber nichts anderes übrig, als in Rüttenscheid das Feld zu räumen, nachdem, wie bereits im Sommer bekannt und berichtet wurde, der Mietvertrag seitens des Besitzers nicht verlängert worden sei. „Wir stehen in Kontakt mit der Essener Wirtschaftsförderung und sind auf der Suche nach einem geeigneten Haus. Das jedoch ist gerade im Essener Süden nicht so einfach“, hat Pauluhn die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung in der Nähe zwar noch nicht aufgegeben, rechnen aber will er gleichwohl auch nicht damit.

Nachfolge ist noch ungeklärt

So bleibt es zunächst bei den beiden Essener Bauhaus-Standorten in Holsterhausen und Frillendorf. Was demnächst an der Rosastraße passiert, ist indes unklar. Hier und da ist zwar von einem Fitnessstudio zu hören, mehr als ein Gerücht ist das bislang aber wohl nicht.

Geschäftsleiter Klaus Stickdorn und seine Mitarbeiter in Rüttenscheid sind derzeit dabei, alles so gefasst wie möglich abzuwickeln. „Einige Muster haben wir günstig abverkauft, einen klassischen Ausverkauf aber gab es nicht. Alles, was bis zur endgültigen Schließung am Samstag noch da ist, geht dann in unsere anderen Geschäfte.“

>>> ZWEI STANDORTE IN ESSEN

Nach der Schließung des Standortes Rosastraße wird es in Essen „nur“ noch zwei Bauhaus-Baumärkte geben, den an der Schederhofstraße in Holsterhausen und den an der Langemarckstraße in Frillendorf. Beide Häuser sind deutlich größer und moderner und verfügen zudem über weit bessere Parkmöglichkeiten.

„Die beiden Auszubildenden, die in Rüttenscheid begannen, können ihre Ausbildung natürlich in einem der anderen Häuser fortsetzen“, so NRW-Geschäftsführer Carsten Pauluhn. Betriebsbedingte Kündigungen seien kein Thema, alle Mitarbeiter aus Rüttenscheid hätten eine Zukunft bei der Firma Bauhaus.

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