Kommentar

Bei Bombenentschärfungen hat Sicherheit höchste Priorität

NRZ-Redakteur Michael Mücke kommentiert die Sicherheitsvorkehrungen  für Bombenentschärfungen in Essen.

Foto: Philipp Wahl

NRZ-Redakteur Michael Mücke kommentiert die Sicherheitsvorkehrungen für Bombenentschärfungen in Essen.

Essen.   Seit der Bombenentschärfung in Altenessen stellt sich wieder die Frage nach dem Aufwand und darüber, die Evakuierung verschieben zu können.

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Bombenentschärfungen sind immer eine Belastung für die Bürger und eine große Herausforderung für Feuerwehr, Polizei und Ordnungskräfte. Der Autoverkehr kommt zum Erliegen, Hilfsbedürftige müssen in Sicherheit gebracht werden, Anwohner können nicht in ihre Häuser, Mitarbeiter nicht in die Betriebe. All das dauert und geht Betroffenen auf die Nerven. Die jüngste Entschärfung in Altenessen, für die 1900 Menschen evakuiert wurden, dauerte bis nach Mitternacht. Für diejenigen, die schon früh zur Arbeit mussten, blieb kaum Zeit zum Schlafen.

Es stellt sich mal wieder die Frage, ob es hier und da nicht ausgereicht hätte, die Fundstelle zu sichern und den Zünder am nächsten Tag unschädlich zu machen. Seit 2014 fordert aber ein Erlass der Bezirksregierung, dass bis auf begründete Einzelfälle unverzüglich entschärft werden muss. Und zwar deshalb, weil das Risiko einer Explosion mit dem Alter der Bomben zunehme.

Bei Entschärfungen hat Sicherheit höchste Priorität

Dass die Düsseldorfer und die Arnsberger Bezirksregierung hierzu unterschiedliche Erlasse haben, verwundert. Eine Bombe ist eine Bombe, egal ob sie in Bochum oder in Essen unter der Erde liegt. Hier ist Aufklärung und mitunter eine Präzisierung nötig. Aber die darf nur der Prämisse dienen, den Menschen den größtmöglichen Schutz zu bieten. Auch wenn es einem den Schlaf raubt.

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