Bergbau-Ende

Bergarbeiter demonstrieren auf Zollverein gegen die RAG

Bergarbeiterdemo auf Zollverein organisiert von der Bewegung „Kumpel für AUF“

Bergarbeiterdemo auf Zollverein organisiert von der Bewegung „Kumpel für AUF“

Foto: Heiko Grupp

Essen.  300 Menschen kamen am Samstag zur Protestkundgebung nach Essen. Kündigungen und finanzielle Einschnitte treiben die Bergleute auf die Straße

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bergleute haben am Samstag an der Zeche Zollverein ihrem Ärger über Kündigungen und andere finanzielle Einbußen Luft gemacht. Nach Angaben der Organisatoren zogen etwa 300 Menschen durch die Straßen - bis vor die Tore der Hauptverwaltung der RAG. Aufgerufen zu dem Protestzug hatte die Bergarbeiterbewegung „Kumpel für AUF“. Sie wirft der RAG vor, eine „Politik der verbrannten Erde“ zu betreiben. Es war bereits die fünfte Demo dieser Art.

Unter anderem ging es den protestierenden Bergleuten um die betriebsbedingten Kündigungen, die die RAG 200 Mitarbeitern ausgesprochen hat. Sie werfen dem Unternehmen Wortbruch vor. Die RAG habe versprochen, nach der Zechenschließung keinen Bergmann ins Bergfreie fallen zu lassen. Auch adäquate Stellenangebote habe es für sie nicht gegeben. Sie kämpfen daher für eine Weiterbeschäftigung im Unternehmen.

Zudem seien die Bergleute laut „Kumpel für AUF“ sauer, dass ihnen „Deputate“ gestrichen wurden bzw. sie durch eine viel zu niedrige Einmalzahlung abgefunden worden seien, obwohl dies ein Rentenbestandteil sei. Schließlich warnten Umweltschützer auf der Demo davor, die Zechen zu fluten - nach ihrer Einschätzung könnte der unter Tage noch vorhandene Giftmüll das Trinkwasser verunreinigen.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben