Stadtplanung

Bezirkspolitik und Stadt wollen Heidhauser Platz aufwerten

Die Säule des Kriegerdenkmals am Heidhauser Platz ist bereits eingerüstet. Sie wird von Grün und Gruga saniert. Im gleichen Zuge wird die Fassade des Heidhauser Rathausgebäudes aufgefrischt.

Die Säule des Kriegerdenkmals am Heidhauser Platz ist bereits eingerüstet. Sie wird von Grün und Gruga saniert. Im gleichen Zuge wird die Fassade des Heidhauser Rathausgebäudes aufgefrischt.

Foto: Michael Korte

Essen-Heidhausen.  Nach Ortsbegehungen von Bezirkspolitikern und Mitarbeitern von Grün und Gruga ist die Umgestaltung in der Heidhauser Mitte Thema in der BV IX.

Aufmerksamen Bürgern ist es nicht entgangen: Die Säule der Gedenkstätte für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges am Heidhauser Platz ist eingerüstet. Auf Hinweise des Werdener Bürger- und Heimatvereins und der Bezirksvertretung IX hin nimmt Grün und Gruga nun die Restaurierung des durch Witterungseinflüsse stark geschädigten Denkmals in Angriff. Diese Instandsetzung wird nicht die einzige sein.

Bei zwei Begehungen der Bezirkspolitiker gemeinsam mit Vertretern von Grün und Gruga im Juli und August haben sich weitere Ansatzpunkte ergeben, um die Aufenthaltsqualität am Heidhauser Platz insgesamt zu verbessern. Die Ergebnisse werden am 26. November in der Sitzung der Bezirksvertretung IX vorgestellt. Hier die wichtigsten Aspekte:

Rathausfassade wird aufgefrischt

Das Beet rund um das Denkmal soll von Totholz befreit und ausgelichtet werden. Grün und Gruga schlägt Neupflanzungen von weißen Strauchrosen vor. Auch vor dem Heidhauser Rathausgebäude sollen Ergänzungspflanzungen zu einem besseren Erscheinungsbild beitragen. Es konnte bei den Begehungen noch keine Einigung erzielt werden, inwiefern die anfallenden Kosten von 73.000 Euro über die von der Bezirksvertretung bereitgestellten Mittel erfolgen sollen oder über das Budget von Grün und Gruga. Baumfällungen soll es nicht geben.

Gemeinsam mit dem Kriegerdenkmal wird auch die Fassade des Rathauses aufgefrischt. Geprüft wird noch, inwiefern dieser Auftrag die Reinigung bzw. Aufarbeitung der beiden Kupfertafeln beinhaltet.

Schmiedeeisen-Dekorationen der Brunnenskulptur sind desolat

Die Brunnenskulptur auf der Grünfläche an der Jacobsallee soll auf Vorschlag von Grün und Gruga neu gestaltet werden. Es besteht Einigkeit, dass dabei der Jugendstil-Brunnen, der Eigentum von Grün und Gruga ist, restauriert werden muss. Die Naturstein-Teile des Brunnens sind weitgehend in Ordnung, aber die künstlerischen Schmiedeeisen-Dekorationen wurden bei der Besichtigung vor Ort „ziemlich desolat“ von den Teilnehmern vorgefunden. Abgefallene Teile müssten ergänzt und der Korrosionsschutz verbessert werden. Grün und Gruga soll nun prüfen, ob die notwendige Summe von 25.000 Euro über den Fördertopf „Denkmäler in Parkanlagen“ finanziert werden kann.

Gegenüber dem Rathausgebäude soll der Heidhauser Platz ebenfalls attraktiver gestaltet werden. Im Blickpunkt steht die Fläche vor und rechts neben dem Kiosk. Hier soll die Zuwegung hergerichtet werden.

Kiosk soll Toilettenanlage erhalten

Die Verwaltung soll in der nächsten BV-Sitzung Auskunft darüber geben, ob und welche Möglichkeiten es für den Pächter gibt, den Kiosk zum Biergarten auszuweiten. Hierbei ist die Toilettenfrage entscheidend. Ein Nachtrag im Pachtvertrag erlaube der Pächterin, das Gebäude um eine Toilettenanlage zu erweitern, teilt die Verwaltung mit. Politik und Verwaltung wollen mit der Pächterin über eine Renovierung des Kiosks sprechen. Es wird außerdem angeregt, auch hinter dem Kiosk Sitzmöglichkeiten zu schaffen.

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